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Parlamentswahl in Iran: Wächterrat soll viele Reformkandidaten disqualifiziert haben

Irans Präsiden Rohani: "Die ersten Berichte, die ich erhalten habe, waren nicht vielversprechend" Zur Großansicht
AP

Irans Präsiden Rohani: "Die ersten Berichte, die ich erhalten habe, waren nicht vielversprechend"

Die Parlamentswahl im Februar ist von richtungweisender Bedeutung für Iran. Wie Medien nun melden, hat der mächtige Wächterrat viele der reformorientierten Kandidaten nicht zugelassen.

Vor der am 26. Februar geplanten Parlamentswahl in Iran sind Medienberichten zufolge viele Reformkandidaten disqualifiziert worden. Der Wächterrat, der die ideologische Qualifikation der Kandidaten kontrolliert, habe nur wenige Reformer zugelassen. "Die ersten Berichte, die ich erhalten habe, waren nicht vielversprechend", sagte Präsident Hassan Rohani. Details liegen öffentlich noch nicht vor.

Wegen des Atomabkommens mit dem Westen und der Aufhebung der internationalen Sanktionen gegen Iran wurden den Pro-Rohani-Reformern gute Chancen auf einen Wahlsieg eingeräumt. Sie wollen die langjährige Dominanz der Konservativen im Parlament beenden.

Unter den abgewiesenen Kandidaten sind laut Nachrichtenagentur Ilna auch die Tochter und der Sohn von Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani. Bestätigt worden sei hingegen Mohammed-Resa Aref, der Spitzenkandidat der Reformer.

"Wir alle wollen doch freie Wahlen und eine hohe Wahlbeteiligung", sagte Rohani. Der Wächterrat solle keine Sorgen innerhalb der Gesellschaft hervorrufen und zumindest einige der Disqualifikationen zurücknehmen, sagte der Präsident laut Nachrichtenagentur ISNA.

hut/dpa

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insgesamt 10 Beiträge
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1. Und wenn es uns noch so wenig zusagt...
nimue15 17.01.2016
...das müssen die Iraner unter sich regeln. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass das www. doch auch im Iran weit verbreitet ist. Also: Veröffentlichen... veröffentlichen... veröffentlichen. ;-)
2. Läd unser Bundesjustizminister seine Länderkollegen
managerbraut 17.01.2016
nicht gerade zu einem Gespräch, wie er Strafgesetze gegen rechte Politgegner verschärfen, politisch isolieren und Wahlerfolge verhindern kann? Das iranische, islamistische Mullah-Regime deren Regierung und Oberhaupt tun zum Erhalt ihrer Macht und Dikatatur nichts anderes. Jede Staatsmacht - Regierung tut seit Menschengedenken seine Macht vor politischen Gegnern schützen und politische Gegner welche die Machtposition einer Regierung bedroht, schlichtweg beseitigen. Die einen tun dies mit Gewalt, die anderen mit Gesetzen und der Staatsmacht!
3. Die Macht der Mullahs
rwinter77 18.01.2016
Nach unserem Demokratieverständnis ein Unding, dass Kandidaten auf ihre religiöse Zuverlässigkeit überprüft werden. Es passt aber zu dem konservativen Weltbild der Mullahs, die sich als Wahrer der islamischen Ordnung sehen. Durch den Wächterrat können sie ihre Macht sichern, indem sie missliebige Gesetze oder Kandidaten blockieren. Das kommt halt davon, wenn man "göttliche" Gesetze über die von Menschen gemachten stellt und dabei vergisst, dass auch die "göttlichen" Gesetze durch Menschen interpretiert werden, die sich dabei auch durch (kollektiven) Eigennutz leiten lassen können!
4. Wächterrat disqualifiziert fast alle Gruppen
carl-filos 18.01.2016
Nicht nur die Zentralistische Reformkandidaten sind disqualifiziert sondern auch fast alle unabhängigen Kandidaten der nicht-persischen Vöklern sind auch disqualifiziert. Reformisten und Radikalen im Iran sind beide Zentralisten die dem Slogan: ein Land, ein Volk ( also Iran und persisches Volk) glauben. Eigentliche Vertreter der nicht-persischen Bevölkerung ( die die Mehrheit der Bevölkerung des Landes bilden) dürfen nicht in Parlamentswahlen Teilnehmen und werden immer ohne Ausnahme disqualifiziert. In Parlamentswahlen dürfen nur Perser (Reformisten oder Radikalen) oder den himmlischen persischen Hochkultur! unterworfenen nicht-persischen Personen (die aus Sicht der nicht-persischen Bevölkerung manchmal als Verräter bezeichnet werden) teilnehmen. Also in Wahrheit haben 30 Millionen Aserbaidschanern im Iran keinen einzigen eigenen Vertreter im Parlament des Landes. Es gilt auch genauso für Beluschen, Turkmenen, Araber und Kurde
5. Wächterrat
ungläubiger1 18.01.2016
Vielleicht sollte man den Wächterrat einmal auf Eignung für das Erschaffen eines fortschrittlichen, modernen und freiheitlichen Iran prüfen.
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Bevölkerung: 79,476 Mio.

Hauptstadt: Teheran

Staatsoberhaupt und Religionsführer:
Ajatollah Ali Chamenei

Staats- und Regierungschef:
Hassan Rohani

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