Raketenbeschuss aus dem Jemen Iran weist Saudi-Arabiens Vorwürfe zurück

"Ungerecht, unverantwortlich, destruktiv und provokant": Mit diesen Worten wehrt sich Teheran gegen Anschuldigungen, hinter einem Raketenbeschuss auf den Flughafen von Riad zu stecken.


Iran hat die Vorwürfe Saudi-Arabiens zurückgewiesen, hinter dem Abschuss einer Rakete aus dem Jemen auf die Hauptstadt Riad zu stehen. Die Vorwürfe der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen seien "ungerecht, unverantwortlich, destruktiv und provokant", sagte der iranische Außenamtssprecher Bahram Ghassemi. Iran habe mit dem Raketenabschuss nichts zu tun.

Aus dem Jemen war am Samstag eine Rakete auf den Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad abgeschossen worden, die jedoch abgefangen und zerstört wurde. Die saudi-arabische Militärkoalition beschuldigte Teheran und sprach davon, dies könne als "kriegerischer Akt" aufgefasst werden. Ghassemi sagte, die jemenitischen Huthi-Rebellen hätten die Rakete in Reaktion auf die "Kriegsverbrechen und jahrelange Aggression" durch Saudi-Arabien abgefeuert.

Saudi-Arabien hatte im März 2015 an der Spitze einer arabischen Koalition im jemenitischen Bürgerkrieg eingegriffen, um die schiitischen Huthi-Rebellen aus der Hauptstadt Sanaa zu vertreiben und die alte Regierung wieder einzusetzen. Riad wirft Iran vor, die schiitischen Aufständischen zu unterstützen. Bei dem jahrelangen Bombardement von Sanaa und anderen Städten wurden tausende Zivilisten getötet.

cte/AFP



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