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Persischer Golf: Iran führt gefangene US-Marinesoldaten vor

AFP/ IRINN

Zwei US-Patrouillenboote drangen in iranische Gewässer ein. Die Marinesoldaten wurden festgehalten - und wieder freigelassen. Dennoch veröffentlichte Iran nun demütigende Bilder, die in den USA für Ärger sorgen.

Sie knien, halten ihre Hände über den Kopf, der Blick geht zum Boden - in dieser Pose hat Iran amerikanische Marinesoldaten fotografiert. Nun wurden die Fotos veröffentlicht. Die Bilder sorgen in den USA für Aufregung.

Eigentlich war der Zwischenfall in den Gewässern der Islamischen Republik bereits erledigt: Iran hatte am Mittwoch zehn US-Soldaten freigelassen, die am Tag zuvor in Gewahrsam genommen worden waren. Der Grund: Zwei US-Patrouillenboote sollen nach iranischen Angaben in die Gewässer eingedrungen sein. Die Ermittlungen der Revolutionswächter hätten aber ergeben, dass die Boote wegen eines defekten Navigationssystems in iranische Gewässer geraten seien.

Die neun Männer und eine Frau wurden sowohl nach US- als auch nach iranischen Angaben gut behandelt. Abas Aslani, Außenpolitik-Chef der halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, twitterte einen Auszug eines Interviews des Staatsfernsehens: "Das iranische Verhalten war fantastisch, solange wir hier waren. Wir danken Ihnen sehr für Ihre Gastfreundschaft und Unterstützung", sagt darin einer der Marinesoldaten. "Wir hatten keine Probleme, Sir!"

In dem Interview sagt der Soldat auch, er glaube, sein Schiff sei in iranischen Gewässern gelandet: "Es war ein Fehler, es war unsere Schuld. Wir entschuldigen uns für unseren Fehler."

Laut ABC News hätte das US-Oberkommando bestätigt, dass das Video authentisch sein könnte.

Dann jedoch wurden die Fotos der Soldaten in demütigender Pose veröffentlicht. Konservative amerikanische Politiker reagieren erzürnt: US-Senator John McCain twitterte: "Während John Kerry sagt, die US-Seeleute würden 'gut behandelt', veröffentlicht Iran diese Fotos - unglaublich."

Ähnlich äußerten sich laut "F.A.Z." auch zwei Kandidaten für die Vorwahl der Republikaner zur Präsidentschaftswahl zu Kerrys Aussagen: New Jerseys Gouverneur Chris Christie nannte sie demnach lächerlich. Floridas Senator Marco Rubio sagte laut dem Bericht, Iran traue sich nur deshalb, diese Bilder zu veröffentlichen, weil Amerikas amtierende Regierung in einer Fantasiewelt lebe.

Begleitet wurde der Vorfall laut Tasnim auch von einem Statement des iranischen Armeechefs, General Hassan Firusabadi: "Dieser Vorfall im Persischen Golf, der wahrscheinlich nicht der letzte Fehler der US-Streitkräfte in der Region gewesen sein wird, sollte den Unruhestiftern im US-Kongress eine Lehre sein." Seine Worte gingen in Richtung einiger Kongress-Mitglieder, die neue Sanktionen gegen Teheran planen.

vek

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