US-Vizepräsident Biden droht Iran: "Lähmende Sanktionen, wachsender Druck"

US-Vizepräsident Biden verschärft kurz vor seinem Auftritt bei der Münchner Sicherheitskonferenz den Druck auf Iran. Teheran müsse umgehend direkte Verhandlungen über das umstrittene Atomprogramm aufnehmen. Man werde das Land auf jeden Fall "daran hindern, eine Nuklearwaffe zu bekommen."

Biden: "Iran hat das Vertrauen der internationalen Gemerinschaft verwrirkt"Zur Großansicht
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Biden: "Iran hat das Vertrauen der internationalen Gemerinschaft verwrirkt"

München - Auf der am Freitag beginnenden Sicherheitskonferenz in München ist Joe Biden der prominenteste Gast. Schon vorher macht der US-Vizepräsident klar, was das wohl wichtigste Thema des hochkarätig besetzten Treffens sein wird: Irans Atomprogramm.

Barack Obamas Stellvertreter fordert das Regime in Teheran in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" intensiv zu direkten Verhandlungen auf. Es gebe noch "Zeit und Spielraum" für eine erfolgreiche Diplomatie, lockt Biden Iran. "Aber dieses Fenster wird nicht unbegrenzt offen stehen", warnt er. Vor allem stellt der Vizepräsident klar: "Wir werden Iran daran hindern, eine Nuklearwaffe zu bekommen."

Teheran hatte zuvor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in einem Schreiben angekündigt, das Nuklearprogramm durch den Kauf von Tausenden Hightech-Zentrifugen zu beschleunigen. Damit könnte das Land Uran deutlich schneller anreichern. Angereichertes Uran kann sowohl für Brennstäbe als auch zum Bau von Atomwaffen verwendet werden. Israel, die EU und die USA werfen Iran vor, heimlich Kernwaffen zu entwickeln. Teheran hingegen hat stets erklärt, sein Atomprogramm diene lediglich zivilen Zwecken.

Das Weiße Haus reagierte am Abend mit einer Stellungnahme auf das Schreiben Teherans: Der angekündigte Einsatz der Zentrifugen sei eine "Provokation" und verletze bestehende Uno-Resolutionen.

Biden nennt in dem Interview eine potentielle iranische Atombombe eine "Bedrohung der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten." Die US-Regierung arbeite weiterhin an einer diplomatischen Lösung des Streits. Washington sei auch zu einem bilateralen Treffen bereit, auf das Teheran drängt.

Biden weiter: "Sie haben das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft verwirkt, und sie werden weiter mit lähmenden Sanktionen und wachsendem Druck rechnen müssen." Die Eindämmung oder Abschreckung einer nuklearen Bedrohung sei keine Option.

als/Reuters

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insgesamt 21 Beiträge
franko_pizza 31.01.2013
die Amis können gegen Iran nicht mehr als Scharfe Rhetorik und Gestik unternehmen Präs Ahmadinejad : Wenn iran morgen beschliesset, Nuke waffen zu bauen, wer kann ihn dran hindern ?
die Amis können gegen Iran nicht mehr als Scharfe Rhetorik und Gestik unternehmen Präs Ahmadinejad : Wenn iran morgen beschliesset, Nuke waffen zu bauen, wer kann ihn dran hindern ?
johnnypistolero 31.01.2013
hier geht5 es nicht um die atombombe, der iran, genau wie libyen(unter gaddafi) wickelt seine ölgeschäfte nicht mehr in dollars ab, na, geht ein licht auf? tick tick tick, die angebliche atombombe ist nur von den usa propagiert, [...]
hier geht5 es nicht um die atombombe, der iran, genau wie libyen(unter gaddafi) wickelt seine ölgeschäfte nicht mehr in dollars ab, na, geht ein licht auf? tick tick tick, die angebliche atombombe ist nur von den usa propagiert, genau wie die damaligen massenvernichtungswaffen des irak, eigentlich heisst es ja, wer einmal lügt dem glaubt man nicht, aber die welt fällt leider immer wieder auf die demokratieverbreitenden amis rein...............
hugahuga 31.01.2013
führt uns Herr Biden deutlich vor Augen: quote Das Weiße Haus reagierte am Abend mit einer Stellungnahme auf das Schreiben Teherans: Der angekündigte Einsatz der Zentrifugen sei eine "Provokation" und verletze [...]
Zitat von sysopUS-Vizepräsident Biden verschärft kurz vor seinem Auftritt bei der Münchner Sicherheitskonferenz den Druck auf Iran. Teheran müsse umgehend direkte Verhandlungen über das umstrittene Atomprogramm aufnehmen. Man werde das Land auf jeden Fall "daran hindern, eine Nuklearwaffe zu bekommen." Irans Atomprogramm: Biden droht Regime in Teheran - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/irans-atomprogramm-biden-droht-regime-in-teheran-a-880853.html)
führt uns Herr Biden deutlich vor Augen: quote Das Weiße Haus reagierte am Abend mit einer Stellungnahme auf das Schreiben Teherans: Der angekündigte Einsatz der Zentrifugen sei eine "Provokation" und verletze bestehende Uno-Resolutionen. quote Während der engste Freund Israel Bomben auf fremdes Territorium wirft. Aber die dürfen das ja. Man kann von der sog. Sicherheitskonferenz (Sicherheit vor und für wen ? ) nichts erwarten. Anzunehmen ist, dass Deutschland sich in vorauseilendem Gehorsam dem XYZ-Beschluss von den bekannten Vorturnern willigst anschliessen wird. Affentheater
wilofriede 31.01.2013
Das schwarze Haus hat nicht nur einen Krieg angestiftet. Sie haben keine ordentliche Verfassung, und hätten beinah die gesamte Menschheit ausgerottet. Gruß Wilofriede
Zitat von sysopUS-Vizepräsident Biden verschärft kurz vor seinem Auftritt bei der Münchner Sicherheitskonferenz den Druck auf Iran. Teheran müsse umgehend direkte Verhandlungen über das umstrittene Atomprogramm aufnehmen. Man werde das Land auf jeden Fall "daran hindern, eine Nuklearwaffe zu bekommen." Irans Atomprogramm: Biden droht Regime in Teheran - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/irans-atomprogramm-biden-droht-regime-in-teheran-a-880853.html)
Das schwarze Haus hat nicht nur einen Krieg angestiftet. Sie haben keine ordentliche Verfassung, und hätten beinah die gesamte Menschheit ausgerottet. Gruß Wilofriede
eule_neu 31.01.2013
Dürfen nur die derzeitigen Atommächte entsprechende Waffen haben? Sind in den asiatischen Staaten Pakistan und Iran nur suizidale Regierende am Werk, die nur auf eine Gelegenheit warten. Oder Israel in der Not, was machen sie? [...]
Dürfen nur die derzeitigen Atommächte entsprechende Waffen haben? Sind in den asiatischen Staaten Pakistan und Iran nur suizidale Regierende am Werk, die nur auf eine Gelegenheit warten. Oder Israel in der Not, was machen sie? Warum soll der Iran keine Atomwaffen besitzen? Nur weil er die Klappe wegen Israel recht voll nimmt? Welche Politmoral kommt hier zum Tragen? Fragen über Fragen. Es ist die Verlogenheit der US-Politik hinsichtlich der Atomwaffen. Nur wer Atomwaffen hat, ist stark und nicht angreifbar. Soll das nur für die USA und einige andere gelten? Regierungen können sich wandeln, wandeln sich dann auch die Grundsätze amerikanischer Sicherheitspolitik? Läßt Israel Kontrollen durch die entsprechenden Organisationen zu? Hier schweigen die Amerikaner. Es wird Zeit, dass die Europäer eine neue Äera der Atompolitik einläuten, indem sie real mit der Atomwaffenpolitik umgehen und weltweit die Vernichtung von Amtomwaffen fordern und auch selbst damit anfangen, zum Bsp. mit der Force de Frappe ...
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  • Donnerstag, 31.01.2013 – 20:10 Uhr
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Irans Atomprogramm
AP
Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.



Republik Iran
REUTERS
Die Islamische Republik Iran ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratkilometern fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land besitzt nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt, beim Erdöl steht Iran auf Platz drei und ist derzeit nach Saudi-Arabien der größte Produzent innerhalb der Opec.
Chronik
AFP
Im Zweiten Weltkrieg gilt der monarchische Staat Iran als Freund der Achsenmächte. Britische und sowjetische Truppen besetzen daher 1941 das Land. Resa Schah muss abdanken. Die Alliierten inthronisieren seinen Sohn Mohammed Resa . Wegen seiner proamerikanischen Reformpolitik gerät der Schah erstmals 1963 in die Kritik von Ajatollah Ruhollah Chomeini, einem damals hochrangigen religiösen Führer, den die Regierung ein Jahr später in die Türkei abschiebt. Chomeini geht schließlich in den Irak. Dort bleibt er 13 Jahre und entwickelt er das Staatsmodell des islamischen Staates. Mit seiner repressiven Politik und seinem dekadenten Herrschaftsstil bringt der Schah eine wachsende Opposition aus sehr unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Schichten gegen sich auf.




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