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Irans Präsident: Ahmadinedschad nennt Holocaust "große Lüge"

Mahmud Ahmadinedschad hat den Holocaust erneut öffentlich geleugnet. Der iranische Präsident bezeichnete die Shoah in einer Rede als "große Lüge". Am Freitag gingen in Iran Zehntausende Menschen für anti-israelische Kundgebungen auf die Straße.

Iranischer Präsident Ahmadinedschad: "Viele Enttäuschungen und Lügen" Zur Großansicht
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Iranischer Präsident Ahmadinedschad: "Viele Enttäuschungen und Lügen"

Teheran - "Das zionistische Regime basiert auf vielen Enttäuschungen und Lügen, eine von ihnen war der Holocaust" - mit diesen Wort hat Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Freitag die jährlichen anti-israelischen Kundgebungen seines Landes öffentlich kommentiert. Ahmadinedschad bezeichnete den Holocaust in seiner Rede als "große Lüge".

In Teheran und anderen Städten in Iran gingen Zehntausende Menschen auf die Straßen. Jedes Jahr ruft das iranische Regime zum "Ghods"-Tag auf, auch um Solidarität mit den Palästinensern zu zeigen. Die Demonstranten hielten Spruchbänder mit den Aufschriften "Tod Israel" und "Tod Amerika" in die Höhe.

Bereits im Jahr 2005 war Ahmadinedschad für seine martialische Rhetorik international verurteilt worden. Damals sagte er, Israel müsse von der Landkarte des Nahen Ostens getilgt und nach Europa oder Nordamerika verlegt werden.

Die iranische Führung geriet international noch mehr in Isolation, als Ahmadinedschad 2006 die Judenverfolgung durch Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg leugnete.

amz/dpa/dapd

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 25 Beiträge
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1. und ich hab 2 Köpfe
nichtbernd 26.08.2011
Richtig so! Holocaust ist eine Lüge, Hexen gibt es und um ihn herum zaubern ganz viele... In einem anderen Land wäre dieser Mann in einer geschlossenen Anstalt. Und das wäre auch gut so!
2. #1
Kurt2, 26.08.2011
Zitat von sysopMahmud Ahmadinedschad hat den Holocaust erneut öffentlich geleugnet. Der iranische Präsident bezeichnete die Shoah in einer Rede als "große Lüge". Am Freitag gingen in Iran Zehntausende Menschen für anti-israelische Kundgebungen auf die Straße. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,782699,00.html
Selbst die Täter und ihre Nachfahren verschliessen sich nicht der Wahrheit. Ich hielte es für richtig, D würde Teheran nachhaltig mitteilen, dass nicht nur der Präsident, sondern auch diejenigen, die ihn gewähren lassen, Irre sind - auch wenn es zulasten des geheiligten Exports geht.
3. Zehntausende auf der Strasse in Teheren...
atherom 26.08.2011
Zitat von sysopMahmud Ahmadinedschad hat den Holocaust erneut öffentlich geleugnet. Der iranische Präsident bezeichnete die Shoah in einer Rede als "große Lüge". Am Freitag gingen in Iran Zehntausende Menschen für anti-israelische Kundgebungen auf die Straße. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,782699,00.html
In der Regel werden verdiente Familien von Märtyrern in Busen in die Stadt gekarrt. Die Bevölkerung Teherans würde sich zu 90% das Ende des Islamisten-Alptraums wünschen. Die Iraner sind Gegner der herrschenden Clique, sie sind pro-westlich und (wie schockierend) nicht antiisraelisch eingestellt. Leider haben unsere Regierungen (allen voran die deutsche) die Rebellierenden im Stich gelassen. Eine klare Zustimmung für die Gegner der herrschenden Kriminellen, wäre ein Funke, der blitzschnell das ganze Land erfassen würde. Leider stehen Frau Merkel, Herr Westerwelle usw. auf dem Standpunkt, dass eine Verstärkung des Drucks auf den Iran "die Unschuldigen" treffen würde. Dabei kann man sich nicht des Eindrucks erwähren, dass sie mit den "Unschuldigen" nicht die Iraner, sondern die Exporteure der gelieferten, teilweise verbotener Güte meinen.
4. .
Toerpe Schweiz 26.08.2011
Och der arbe Gottestaatführer hat wohl ein bisserl zu wenig Aufmerksamkeit bekommen letzthin ... do not worry ... Du wirst der Übernächste sein. Assad kommt noch zuerst dran.
5. Vielleicht...
de.nada 26.08.2011
..kann er keinen anderen Satz, oder vielleicht ist die Übersetzungsmaschine kaputt. Seltsam, ich hielt ja die Komeinis und Chameneiis für perfekte Jesuiten, aber das es auch Pius Brüder im Iran hat, erstaunt doch zu sehr.
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Fläche: 1.648.195 km²

Bevölkerung: 79,476 Mio.

Hauptstadt: Teheran

Staatsoberhaupt und Religionsführer:
Ajatollah Ali Chamenei

Staats- und Regierungschef:
Hassan Rohani

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Republik Iran
Land
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Die Islamische Republik Iran ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratkilometern fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land besitzt nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt, beim Erdöl steht Iran auf Platz drei und ist derzeit nach Saudi-Arabien der größte Produzent innerhalb der Opec.
Politik
dpa
Seit der Islamischen Revolution von 1979 haben der Revolutionsführer, aktuell Ajatollah Ali Chamenei (Bild), und der Wächterrat die größte Macht im Staat. Der Wächterrat kontrolliert die Kandidaten für Wahlen. Der Regierungschef ist der gewählte Präsident - seit August 2013 Hassan Rohani.
Leute
Corbis
Iran hat rund 75 Millionen Einwohner. Auf dem Uno-Index menschlicher Entwicklung (HDI) für 179 Staaten belegt Iran Platz 76 (Deutschland ist auf Platz 5). Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 73 Jahren (zum Vergleich: Die Lebenserwartung in Deutschland liegt bei 80 Jahren).
Wirtschaft
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Die Wirtschaftsleistung pro Kopf betrug 2008 laut einer Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) rund 5200 Dollar. Begünstigt vom hohen Ölpreis wuchs die Wirtschaft zuletzt um etwa sechs Prozent. Neben der Arbeitslosenquote, die laut inoffiziellen Schätzungen bei etwa 30 Prozent liegt, ist die Inflation eines der größten wirtschaftlichen Probleme. 2008 soll sie bei fast 30 Prozent gelegen haben, für 2009 rechnet der IWF mit 25 Prozent. Im Jahr 2005 machten Teherans Ausgaben für das Militär laut Uno-Statistiken 5,8 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung aus (Deutschland: 1,4 Prozent).
Menschenrechte
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Nach China ist Iran das Land, in dem die meisten Todesurteile vollstreckt werden. Laut Amnesty International wurden 2009 mindestens 388 Menschen hingerichtet, das waren 42 Hinrichtungen mehr als im Vorjahr. Der Uno zufolge saßen 2007 pro 100.000 Einwohner 214 Menschen im Gefängnis (in Deutschland sind es 95). Korruption ist in Iran weit verbreitet. Auf dem weltweiten Index von Transparency International nimmt Iran 2009 bei 180 beobachteten Staaten den 168. Rang ein (Deutschland: 14).
Chronik
Aufstieg von Mohammed Resa
Im Zweiten Weltkrieg gilt der monarchische Staat Iran als Freund der Achsenmächte. Britische und sowjetische Truppen besetzen daher 1941 das Land. Resa Schah muss abdanken. Die Alliierten inthronisieren seinen Sohn Mohammed Resa . Wegen seiner proamerikanischen Reformpolitik gerät der Schah erstmals 1963 in die Kritik von Ajatollah Ruhollah Chomeini, einem damals hochrangigen religiösen Führer, den die Regierung ein Jahr später in die Türkei abschiebt. Chomeini geht schließlich in den Irak. Dort bleibt er 13 Jahre und entwickelt er das Staatsmodell des islamischen Staates. Mit seiner repressiven Politik und seinem dekadenten Herrschaftsstil bringt der Schah eine wachsende Opposition aus sehr unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Schichten gegen sich auf.
Ajatollah Chomeini und die islamische Revolution
1978 mobilisieren Liberale und Konservative, Säkulare und Religiöse, Linke und Rechte Massenproteste gegen den Schah. Zur Leitfigur des Protests wird Ajatollah Chomeini. Den landesweiten Streiks und Massendemonstrationen in Teheran schließen sich Hunderttausende an. Armee und Polizei gehen teilweise brutal gegen die Demonstranten vor. Dennoch enden die Proteste mit dem Sturz des Schahs am 16. Januar 1979. Nach Chomeinis Rückkehr aus dem Exil in Frankreich, wohin er 1978 gedrängt worden war, spricht sich die Bevölkerung in einem Referendum für die Islamische Republik aus, deren oberster Führer der Großajatollah selbst wird.

Die Außenpolitik Chomeinis wendet sich vor allem gegen die USA und Israel. Am 4. November 1979 besetzen islamische Kräfte die amerikanische Botschaft und nehmen mehr als 50 Geiseln, die erst nach 444 Tagen wieder freikommen. Chomeini billigt die Aktion. Die Beziehungen zu den USA erreichen ihren Tiefpunkt. Unterstützt von den USA überfällt der Nachbarstaat Irak am 22. September 1980 Iran. In dem folgenden acht Jahre langen Krieg zwischen den beiden Ländern sterben etwa eine Million Menschen.
Phase der Islamisierung
Im Laufe des Kriegs treibt die Regierung die Islamisierung des Landes voran. Für Frauen gilt eine strenge Kleiderordnung, in öffentlichen Verkehrsmitteln die Geschlechtertrennung. Chomeini lässt linksgerichtete politische Häftlinge ermorden, vor allem Anhänger der Volksmudschahidin, die noch während der Revolution auf Seiten Chomeinis standen.

1989 stirbt der religiöse Führer. Der Expertenrat, ein Gremium aus höchsten religiösen Sachverständigen, ernennt Ajatollah Ali Chamenei zum Nachfolger. In den Folgejahren hat Iran stark unter zunehmender Korruption zu leiden. Die Liberalisierung der Wirtschaft bleibt weitgehend wirkungslos. Bereits 1995 verhängen die USA erste wirtschaftliche Sanktionen, weil Iran nach US-Auffassung den internationalen Terrorismus unterstützt.
Vom Reformer Chatami zum Hardliner Ahmadinedschad
Der als liberaler Geistlicher geltende Mohammed Chatami gewinnt 1997 die Präsidentschaftswahl. Seine innenpolitischen Reformbemühungen geraten allerdings ins Stocken, da er versucht, zu viele politische Lager zusammenzubringen, und die nach wie vor einflussreichen konservativen Hardliner erheblichen Widerstand leisten. Im Juni 2005 erobert der frühere Bürgermeister Teherans und konservative Hardliner Mahmud Ahmadinedschad das Amt des Präsidenten. Außenpolitisch sorgt er vor allem durch Vorantreiben eines Atomprogramms und harsche verbale Angriffe gegen Israel für Ärger. Infolge seiner Wiederwahl als Präsident im Sommer 2009 kam es wegen Unregelmäßigkeiten zu wochenlangen Massenprotesten, die teils brutal niedergeschlagen wurden. Zahlreiche Demonstranten wurden getötet, Hunderte Menschen verhaftet.
Entspannung gegenüber dem Westen
Bei der neuerlichen Präsidentenwahl im Sommer 2013 durfte Ahmadinedschad nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten. Es siegte der als gemäßigt geltende Kandidat Hassan Rohani, der seitdem mildere Töne nach außen anstimmt. Der Westen und Iran einigen sich im November auf einen "Gemeinsamen Aktionsplan" im Streit um das iranische Atomprogramm.


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