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Irans Präsidentenberater über WikiLeaks: "Hinter den Veröffentlichungen stehen die USA"

Iran hat seine ganz eigene Sicht auf die jüngst bei WikiLeaks veröffentlichten Depeschen. Präsidentenberater Maschai geht davon aus, dass die US-Regierung die Dokumente selbst lanciert hat. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview sagt er, Washington wolle damit die Regierungen in Nahost gegeneinander ausspielen.

SPIEGEL ONLINE: Haben Sie schon nachgelesen, was Washingtons Botschafter in Ihren arabischen Nachbarländern über Iran schreiben?

Esfandiar Rahim Maschai: Da ich derzeit viel auf Reisen bin, hatte ich dazu noch keine Gelegenheit. Aber unsere Experten setzen sich mit den Veröffentlichungen sehr intensiv auseinander und haben mir alles berichtet.

SPIEGEL ONLINE: Überrascht Sie die Deutlichkeit, mit der einige Golfstaaten, aber auch Ägypten, die USA auffordern, Teherans Nuklearambitionen zu stoppen?

Maschai: Diese Dokumente sind nicht authentisch. Dahinter steckt die Interessenpolitik der Großmacht USA und ihrer Verbündeten. Sie sehen die Welt mit ihren Augen, verfolgen ihre eigenen Ziele und ziehen die Schlussfolgerungen, die ihnen dienen.

SPIEGEL ONLINE: Welche Absichten hegen die USA denn aus Ihrer Sicht?

Maschai: Amerika will sich als Führer der Welt präsentieren, als Herr über das Schicksal der Völker. Sie wollen die Regierungen in der Region gegeneinander ausspielen. Die Welt soll glauben, dass wir zerstritten sind. So wollen sie ihre Präsenz und Einflussnahme in der Region legitimieren.

SPIEGEL ONLINE: Aber die Diplomatenberichte wurden gegen den Willen Washingtons veröffentlicht und schaden den USA. Die WikiLeaks-Enthüllungen sind keine PR-Aktion des State Department.

Maschai: Sind Sie da sicher? Wie ist WikiLeaks denn an die Dokumente gekommen?

SPIEGEL ONLINE: Mutmaßlich durch einen Obergefreiten der US-Armee, der Zugriff auf eine zentrale Datenbank der Regierung hatte und inzwischen verhaftet wurde.

Maschai: Glauben Sie das? Dann wären Sie ja sehr naiv. Nein, die USA stehen hinter dieser gezielten Veröffentlichung. Sie wollen die Welt schwarz und weiß malen, sie unterstreichen die Differenzen zwischen den Völkern und sie wollen allen zeigen: Frieden gibt es nur in der Zusammenarbeit mit uns.

SPIEGEL ONLINE: Zweifeln Sie an der Echtheit der über 250.000 Dokumente?

Maschai: Ich will nicht auf einzelne Dokumente und deren Echtheit eingehen. Dass aber hinter dieser Veröffentlichung ein Plan der US-Regierung steht, daran habe ich keinen Zweifel. Und wenn man etwas suggerieren will, dann werden neben echten Nachrichten auch falsche gebracht, um einen bestimmten Eindruck zu erwecken. Deshalb muss jedes Land die es selbst betreffenden Dokumente analysieren. Das geschieht jetzt durch unsere Experten in Teheran.

SPIEGEL ONLINE: Also nehmen Sie die Botschaftsberichte doch sehr ernst.

Maschai: Nur um den Tricks der Amerikaner auf die Schliche zu kommen überprüfen wir sie.

SPIEGEL ONLINE: Dass Ihre Nachbarländer Iran fürchten, wollen Sie nicht wahr haben?

Maschai: Das lesen wir in den Berichten. Aber es sind die USA, die den Ländern Angst machen vor Iran. Niemand hat vor uns Angst und muss es auch nicht haben. Aber man kann diese Reports auch als Beleg dafür sehen, welchen Druck die USA auf manche Regierungen ausüben. Und dann werden Sachen gesagt, die der andere hören will.

SPIEGEL ONLINE: So erklären Sie sich also die Aussage des saudi-arabischen Königs, der fordert, der iranischen "Schlange" müsse der "Kopf abgeschlagen" werden.

Maschai: Das ist nicht die Sprache des saudi-arabischen Königs. In ihren Berichten können die Botschafter der USA doch jedem Menschen alles Mögliche andichten. Unsere Freunde in der Region dementieren doch alles.

SPIEGEL ONLINE: …weil sie Teheran nicht weiter verärgern wollen.

Maschai: Sie dementieren nicht, dass sie in der Vergangenheit Fehler gemacht haben, als sie etwa den irakischen Diktator Saddam Hussein in dessen Krieg gegen uns unterstützt haben. Und wir haben ihnen das großzügig vergeben. Selbst falls einer unserer Freunde etwas Unglückliches gesagt haben sollte, würde die iranische Nation es ihnen verzeihen.

SPIEGEL ONLINE: Die Angst vor Ihrem Atomprogramm ist also Ihrer Ansicht nach ein reines Phantasieprodukt der US-Botschafter in der Region?

Maschai: Wir wollen die Nuklearenergie friedlich nutzen, das wissen unsere Nachbarn. Wenn sie etwas fürchten, dann einen Militärschlag der USA und ihrer Verbündeten gegen Iran. Wenn sie Angst haben, dann ist das die Folge der amerikanischen und zionistischen Propaganda.

SPIEGEL ONLINE: Haben Ihre Landsleute eigentlich Gelegenheit, die WikiLeaks-Veröffentlichungen im Internet aufzurufen, oder ist die Seite gesperrt, wie so viele andere in Iran?

Maschai: Die Seite ist jedem zugänglich. Warum sollten wir sie sperren? Wir sind ein großes Volk, dass sich an solchen Veröffentlichungen nicht stört. Unsere Nation ist klug genug, diese Aktion zu durchschauen.

Das Interview führte Dieter Bednarz

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insgesamt 124 Beiträge
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1. Fluchtpunkt England?
fettwebel 05.12.2010
Seltsame Wahl. Oder gibt´s da noch Commonwealth-Modalitäten,die eine Auslieferung verhindern?
2. Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt...
Meckermann 05.12.2010
...Die Amerikaner mögen die Welt mit ihren Augen sehen, der Iran sieht die Welt aber schon seit langem nur noch so, wie er sie gerne hätte. Man braucht nur mal einer beliebigen Rede von Ahmadinedschad zu lauschen, dann weiß man, warum die Nachbarländer sich Sorgen machen, da braucht man keine Verschwörungstheorien bemühen.
3. Das
gerd reinhard 05.12.2010
Zitat von sysopIran hat seine ganz eigene Sicht auf die jüngst bei WikiLeaks veröffentlichten Depeschen. Präsidentenberater Maschai geht davon aus, dass die US-Regierung die Dokumente selbst lanciert hat.*Im SPIEGEL-ONLINE-Interview sagt er, Washington wolle damit die Regierungen in Nahost gegeneinander ausspielen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,732810,00.html
sieht der Präsidentenberater Maschai schon richtig.Die Völker gegeneinander aufhetzen, und aus den Kriegen Profite zu saugen, gehört doch zweifellos zum Repertoire der Leute, die in den USA das sagen haben.
4. ...
Spreeufer 05.12.2010
Dass die herrschende Klasse im Iran von so etwas ausgeht ist ja klar. Die würden auch niemals glauben, dass die Saudis dem Iran ihre Macht einfach nicht gönnen. Wenn man bei Wikileaks als nächstes ließt, dass auch die ihre Konten in Europa haben, wird dies sicher auch eine amerikanische Verschwörung sein.
5. Blöd
die_andere 05.12.2010
Das wär genauso denkbar. Aber lachen kann man über all die Sympathie-Bekundungen für diesen Assange, wo keiner genau weiß, wessen Spiel der eigentlich der spielt. Total verblödete Idioten, die das gutheissen, was da gemacht wurde.
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Wortlaut: Die wichtigsten Depeschen zum Thema
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22.1.2010, Bagdad: "prt muthanna: rental sheiks and lost iranian weekends"
XXXXXX: Von der Redaktion geschwärzt. Wichtige Hinweise zu den Depeschen...

<<245004>> 1/22/2010 16:50 10BAGHDAD167 Embassy Baghdad SECRET 08BAGHDAD3492|08BAGHDAD3654 VZCZCXYZ0018 RR RUEHWEB

DE RUEHGB #0167/01 0221650 ZNY SSSSS ZZH R 221650Z JAN 10 FM AMEMBASSY BAGHDAD TO RUEHC/SECSTATE WASHDC 6243 INFO RUCNRAQ/IRAQ COLLECTIVE TAGS: PGOV, KISL, KCOR SUBJECT: PRT MUTHANNA: RENTAL SHEIKS AND LOST IRANIAN REF: A. 08 BAGHDAD 3492

S e c r e t baghdad 000167

Sipdis

E.o. 12958: decl: 01/22/2020 Tags: pgov, kisl, kcor Subject: prt muthanna: rental sheiks and lost iranian weekends

Ref: a. 08 baghdad 3492 b. 08 baghdad 3654

Classified By: xxxxx for Reasons 1.4 (b) and (d )

1. (U) This is a xxxxx reporting cable.

2. (S) SUMMARY: xxxxx met with local leader Sheikh xxxxx. During our lengthy discussions the Sheikh shared his belief that the USG has poorly utilized its influence in Iraq, leaving the way open for Iran to advance its agenda at USG expense. He went on to describe Iranian government attempts to buy his influence on a recent trip he made to Iran. End Summary.

A new twist on &what happens in vegas, stays in vegas8 --------------------------------------------- --------- 3. (S) Sheikh xxxxx on January 13 to discuss his recent trip to Iran. He told the xxxxx that he has been courted by Iranian officials in an effort to garner more support and influence among well-placed Iraqis in the middle Euphrates area. He noted that the &handler8 for the tribal leaders in this area is xxxxx, who has long family ties locally.

4. (S) The public reason for xxxxx trip to Tehran was for a medical check-up. He privately told xxxxx that his trip was more for pleasure than medical treatment and included one or more short-term &marriages8 (i.e. with state-sanctioned prostitutes) and other entertainment. xxxxx shared that other (unnamed) tribal leaders had enjoyed similar privileges while guests of the Iranian regime recently.

Dashed expectations ------------------- 5. (S) The Sheikh suggested that some Iraqi figures are more susceptible to Iranian influence because of disillusionment with the United States. During the meeting with xxxxx asked repeatedly, &Why have the Americans let us down?8 After he and other tribal sheikhs visited the White House and met then-President Bush in 2008, he expected to benefit financially from the Americans. Instead, he suggested that the Americans did nothing for him, even after he reported on Iranian activities in Muthanna (Ref A). &The United States did not secure their friends, the sheikhs, financially, and has left them vulnerable to Iranian temptations.8

6. (S) xxxxx also complained that while tribal leaders in fairly stable areas used their influence to help minimize insurgent activities over the past several years, they have received nothing for their efforts. Cooperative sheikhs in insurgent hotbeds like Anbar, in contrast, received benefits from the Americans. xxxxx cited Abu Risha as an example, noting he received money, projects, and other perquisites for his cooperation. He finished by noting that several of the White House-invited tribal leaders have been quietly grumbling. He states that he has had conversations on this perceived inequity with parliamentarian xxxxx from Diwaniyah.

7. (S) Additionally, xxxxx was frustrated with the current regime in Baghdad. He stated that the United States' support of the Maliki government has only increased Iran's influence in Iraq, enabling operatives to influence political decisions and diminish national sovereignty. The Iraqi government has not made progress in fighting poverty, it has failed to provide essential services, and it is full of corruption. He asked if the United States is supporting Iran. &Why? Because you have American troops on the ground, but you are advancing Iranian interests without costing them anything.8

Comment ------- 8. (S) PRT COMMENT: Southern Iraqi sheikhs are well known Q8. (S) PRT COMMENT: Southern Iraqi sheikhs are well known for shifting their loyalties based on financial considerations. PM Maliki's Isnad/Tribal Support Councils are particularly noteworthy in this regard. Susceptible sheikhs will trade their influence for financial support especially if the sheikh is not independently wealthy. (Note: xxxxx and does not independently enjoy a large bankroll. End note.) In turn, the sheikh can mobilize supporters, when needed (e.g. Ref B). The influence, however, is rented and not bought. If the financial contributions suddenly stop, much of the support may also cease. xxxxx considers this true for Iranian influence in the region as well. If Iran continues to pay for support among influential sheikhs, the

Islamic Republic will likely increase its influence. If and when the money dries up, so will the cooperation among these rented sheikhs. End Comment. Hill
19.6..2009, Washington: "kudos for iranian election reporting"
XXXXXX: Von der Redaktion geschwärzt. Wichtige Hinweise zu den Depeschen...

<<213112>> 6/19/2009 16:00 09STATE63812 Secretary of State UNCLASSIFIED 09ASHGABAT687|09ASHGABAT733 VZCZCXYZ0012 PP RUEHWEB

DE RUEHC #3812 1701621 ZNR UUUUU ZZH P 191600Z JUN 09 FM SECSTATE WASHDC TO AMEMBASSY ASHGABAT PRIORITY 1208 TAGS: PGOV, PREL, TX, IR SUBJECT: KUDOS FOR IRANIAN ELECTION REPORTING REF: A. ASHGABAT687

Unclas state 063812

Sipdis

E.o. 12958: n/a Tags: pgov, prel, tx, ir Subject: kudos for iranian election reporting

Ref: a. Ashgabat687 b. Ashgabat733

From nea acting assistant secretary jeffrey feltman for charge miles

I commend Embassy Ashgabat and in particular Iran Watcher xxxxx, for its excellent reporting on the Iranian elections. Embassy insights were extremely useful for their timeliness and for the helpful view from "man on the street" Iranians. Your second cable in particular identified the interesting trend that Mousavi was picking up votes from rural voters. This excellent reporting provided key insights to 7th floor principals and NEA.

Embassy reporting gave Washington recipients an important view of working class Iranians' views on the elections. Washington appreciates this reporting that represents a key socioeconomic class from a variety of geographic areas and ethnic groups -- a group to which we might not otherwise have access. By continuing and expanding your outreach, you have provided an important snapshot of the elections. This crucial information has helped NEA and key principals in deciphering the maze of Iranian electoral politics.

We look forward to further high quality reporting from Embassy Ashgabat as we look to interpret the election results and information you garner from this key socioeconomic class and other contacts.

You have set a high standard for your colleagues here in Washington and elsewhere.

Best,

Jeff clinton
11.2.2010, Baku: "iran: jafari reportedly slaps ahmedinejad..."
XXXXXX: Von der Redaktion geschwärzt. Wichtige Hinweise zu den Depeschen...

<<248320>> 02.11.2010 10:23 10BAKU98 Embassy Baku SECRET 09BAKU909|09BAKU920|09BAKU921|09BAKU972 VZCZCXYZ0001 PP RUEHWEB

DE RUEHKB #0098 0421023 ZNY SSSSS ZZH P 111023Z FEB 10 FM AMEMBASSY BAKU TO RUEHC/SECSTATE WASHDC PRIORITY 2384 INFO RUCNIRA/IRAN COLLECTIVE PRIORITY RHMFISS/CDR USCENTCOM MACDILL AFB FL PRIORITY RHMFISS/CDR USEUCOM VAIHINGEN GE PRIORITY RUEAIIA/CIA WASHINGTON DC PRIORITY RUEKDIA/DIA WASHDC PRIORITY RUEKJCS/JOINT STAFF WASHDC PRIORITY RHEHNSC/NSC WASHDC PRIORITY RUEKJCS/SECDEF WASHDC PRIORITY TAGS: PGOV, PARM, PHUM, AJ, IR SUBJECT: IRAN: JAFARI REPORTEDLY SLAPS AHMEDINEJAD AT SNSC REF: A. A) 2009 BAKU 972

S e c r e t baku 000098

Sipdis

E.o. 12958: decl: 02/11/2020 Tags: pgov, parm, phum, aj, ir Subject: iran: jafari reportedly slaps ahmedinejad at snsc meeting; tudeh re-emerging?

Ref: a. A) 2009 baku 972 b. B) 2009 baku 921 c. C) 2009 baku 920 (notal) d. D) 2009 baku 909

Classified By: xxxxx for Reasons 1.4 (b and d)

1. (S) Baku Iran watcher met with xxxxx (strictly protect - see reftels).

He who Got Slapped ------------------

2. (S) According to source, President Ahmedinejad surprised other SNSC members by taking a surprisingly liberal posture during a mid January post-Ashura meeting of the SNSC called to discuss next steps on dealing with opposition protests. Source said that Ahmedinejad claimed that "people feel suffocated," and mused that to defuse the situation it may be necessary to allow more personal and social freedoms, including more freedom of the press.

3. (S) According to source, Ahmedinejad's statements infuriated Revolutionary Guard Chief of Staff Mohammed Ali Jafari, who exclaimed "You are wrong! (In fact) it is YOU who created this mess! And now you say give more freedom to the press?!" Source said that Jafarli then slapped Ahmedinejad in the face, causing an uproar and an immediate call for a break in the meeting, which was never resumed. Source said that SNSC did not meet again for another two weeks, after Ayatollah Janati succesfully acted as a "peacemaker" between Jafarli and Ahmedinejad. Source added that the break in the SNSC meeting, but not the slap that caused it, has made its way on to some Iranian blogs.

Sides Preparing for New Confrontations --------------------------------------

4. (S) Meanwhile, source said, both sides are digging in for new confrontations, while various sub-groups maneuver. He stressed the importance of recent speeches by Karroubi and Khatami to the effect that Ahmedinejad will not be able finish his term, and that Supreme Leaders should not take partisan political sides. He stressed that "Karroubi chooses each word carefully," and aid the recent speeches reflect an ongoing effort to split Khameini from the Ahmedinejad group. Source described the overall political situation within and without the political elite as "getting worse and worse." xxxxx opined that this situation (of protests and instability) cannot be sustained indefinitely, and predicted that events are trending towards major developments and a new phases. Asked what Iran will likely look like over the next year, he responded "ask me after 22 Bahman (February 11)."

Tudeh Acticsts Re-Emerging? --------------------------

5. (S) Source (a former non-Marxist revolutionary activist) also asserted that the Iranian Tudeh (communist) party is reorganizing among factory and government workers, and intellectuals. He claimed that many former Tudeh sympathizers hold positions in the bureaucracy and elsewhere, and opined that many still privately support the movement. He mentioned one xxxxx organizer who has re-emerged behind the scenes of recent bus worker and other labor strikes. Lu
Das sagt die US-Regierung
SPIEGEL ONLINE dokumentiert die Stellungnahme der US-Regierung in Washington zur Veröffentlichung geheimer Diplomaten-Depeschen im Wortlaut - klicken Sie auf die Überschrift!
Stellungnahme des Weißen Hauses
Wir erwarten die Veröffentlichung von angeblich mehreren hunderttausend geheimen Depeschen des Außenministeriums am Sonntagabend, in denen detailliert vertrauliche diplomatische Unterredungen mit anderen Regierungen thematisiert werden.

Es liegt in der Natur der Sache, dass Lageberichte für Washington sehr offen formuliert sind und oft unvollständige Informationen enthalten. Die Berichte repräsentieren weder die US-Politik als solche, noch haben sie zwangsläufig Einfluss auf politische Entscheidungen. Dennoch könnten diese Depeschen vertrauliche Verhandlungen mit anderen Regierungen und Oppositionsführern beeinträchtigen. Und wenn der Inhalt solcher vertraulicher Unterredungen auf den Titelseiten der Zeitungen auf der ganzen Welt erscheint, könnte das nicht nur Interessen der US-Außenpolitik schwer beschädigen, sondern auch diejenigen unserer Verbündeten und Freunde.

Um es ganz klar zu sagen: Solche Enthüllungen gefährden unsere Diplomaten, Geheimdienstmitarbeiter und Menschen auf der ganzen Welt, die sich hilfesuchend an die USA wenden mit ihrem Anliegen, Demokratie und transparente Politik zu erreichen. Diese Dokumente könnten auch die Namen von Personen enthalten, die oftmals in Ländern leben und arbeiten, in denen Unterdrückungsregime an der Macht sind, und die versuchen, offene und freie Gesellschaften zu schaffen. Präsident Obama unterstützt verantwortliches, verlässliches und offenes Regierungshandeln daheim und überall auf der Welt, aber diese unverantwortliche und gefährliche Aktion läuft dem zuwider.

Mit der Veröffentlichung gestohlener und geheimer Dokumente hat WikiLeaks nicht nur die Sache der Menschenrechte in Gefahr gebracht, sondern auch das Leben und die Arbeit derer, die sich ihr verschrieben haben. Wir verurteilen die Enthüllung der geheimen Dokumente und sensibler Informationen der nationalen Sicherheit aufs Schärfste.


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