Israelische Raketenabwehr US-Kongress unterstützt "Iron Dome" mit 225 Millionen Dollar

Das Raketenabwehrsystem "Iron Dome" schützt Israels Städte vor den Geschossen der Hamas. Der US-Kongress stimmte jetzt mit großer Mehrheit dafür, den Schirm mit 225 Millionen Dollar zu unterstützen.

"Iron Dome"-Einheit in Aschdod: Zuschuss aus den USA
AFP

"Iron Dome"-Einheit in Aschdod: Zuschuss aus den USA


Washington - Der US-Kongress hat die finanzielle Unterstützung der israelischen Raketenabwehr beschlossen. Mit 225 Millionen Dollar (knapp 168 Millionen Euro) soll die Ausstattung des Systems "Iron Dome" (Eiserne Kuppel) bezuschusst werden.

Die Abstimmung fiel im Repräsentantenhaus am späten Freitagabend mit 395 Ja- und 8 Nein-Stimmen deutlich aus. Der Senat hatte vor dem Beginn seiner Sommerpause zugestimmt. Nun steht noch die Unterschrift von US-Präsident Barack Obama aus.

Obama hatte am Freitag seine Unterstützung für Israel erneut betont. Er nannte "Iron Dome" als konkretes Beispiel dafür, wie die USA sicherstellten, "dass Israel in der Lage ist, seine Bürger zu beschützen".

Mit dem Geld soll "Iron Dome" wieder mit ausreichend Abfangraketen ausgestattet werden. Das System soll aus dem Gaza-Streifen abgeschossene Raketen erkennen und sie zerstören, bevor sie ihr Ziel in Israel erreichen. Die Armee attestiert dem System eine Erfolgsquote von 90 Prozent (Hier lesen Sie, wie der Abwehrschirm funktioniert.)

Der seit über drei Wochen andauernde israelische Militäreinsatz gegen die Stellungen der Hamas-Bewegung im Gaza-Streifen, bei dem rund 1650 Palästinenser getötet wurden, der Großteil davon Zivilisten, soll den Beschuss dauerhaft unterbinden.

Zuletzt versorgten die USA Israel auch mit neuer Munition. Am Mittwoch entsprach die Obama-Administration einer israelischen Anfrage für Granaten und Mörser. Die USA zeigen damit die Verbundenheit zu Israel, auch wenn Washington zuletzt die Kritik an den israelischen Angriffen, die hohe Opferzahlen forderten, verstärkte. Wiederholt geißelten Regierungsvertreter die Angriffe auf Zivilisten, unter anderem den Beschuss einer Schule der Vereinten Nationen im Flüchtlingslager Dschabalija.

fab/AFP/AP

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