Nato-Gipfel in Wales USA rufen Zehner-Koalition gegen "Islamischen Staat" aus

Die USA wollen koordiniert gegen die IS-Terroristen im Nahen Osten vorgehen. Beim Nato-Gipfel in Wales hat Außenminister John Kerry nun eine Koalition gegen die Dschihadisten ausgerufen - mit Deutschland.

Kämpfer für den "Islamischen Staat": USA wollen sich wehren
AP/ Raqqa Media Center

Kämpfer für den "Islamischen Staat": USA wollen sich wehren


Newport - US-Außenminister John Kerry hat eine Koalition gegen die Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) ausgerufen. Dieser "Kern-Koalition" sollen demnach zehn Mitglieder angehören, die Kerry zum Beitritt aufforderte: Neben den USA sollen das Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Dänemark, Polen, Kanada, Australien und die Türkei sein.

"Wir müssen sie angreifen, um zu verhindern, dass sie weitere Gebiete erobern", sagte Kerry. Der Irak solle in seinem Kampf gegen den IS ebenso unterstützt werden wie weitere Kräfte in der Region, "die vorbereitet sind, es mit ihnen aufzunehmen". Eine Beteiligung von Nato-Bodentruppen schloss er jedoch aus - dies sei eine "rote Linie" für alle Beteiligten.

Wie genau ein Vorgehen der Nato-Staaten gegen den IS aussehen könnte, ließ Kerry offen. Ein Plan zur Bekämpfung der Milizionäre solle jedoch bis zur nächsten Uno-Vollversammlung noch im September aufgestellt werden, sagte er.

Cameron verurteilt "barbarische Taten"

Der britische Premier David Cameron erklärte, die Staats- und Regierungschefs der Nato hätten die "barbarischen und verabscheuungswürdigen" Taten der Dschihadistengruppe einstimmig verurteilt. Die Drohungen der Islamisten "werden unsere Entschlossenheit zur Verteidigung unserer Werte nur verstärken", sagte er.

US-Präsident Barack Obama sucht bereits seit Längerem nach Partnern für ein Bündnis gegen den IS, die Vereinigten Staaten gleiten seit Wochen in ein intensiveres Engagement in der Region. Die US-Luftwaffe ist bereits weit mehr als hundert Angriffe auf IS-Stellungen im Nordirak geflogen. Deutschland hatte zuletzt Waffenlieferungen an die kurdischen Peschmerga-Kämpfer beschlossen und unter anderem Panzerabwehrraketen in die Region gesendet.

mxw/Reuters/AFP

insgesamt 289 Beiträge
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fridayn 05.09.2014
1. Australien
ist kein Nato Mitglied.
kategorien 05.09.2014
2. Gut, aber
Was ist mit Saudi-Arabien, Iran, Kuwait, Pakistan, Ägypten, die von der Entwicklung mehr betroffen sind als die oben genannten Alliierten?
r.muck 05.09.2014
3. Türkei
Kerry fällt immer wieder durch profunde Unkenntnis auf. Was die Türkei in deiner "Kernkoalition" soll, ist sie doch beliebtes Transitland für IS-Kämpfer und somit eher Unterstützer als Gegner.
hobbyleser 05.09.2014
4.
Und was ist mit Syrien? Sind die Menschen dort zweiter Klasse oder die Abscheulichkeiten, die IS dort anstellt, weniger abscheulich? Was ist mit den Anrainerstaaten? Warum beteiligen sie die Emirate nicht? An Mangel an Deutschen Waffen kann es ja nicht liegen. Warum nicht der Iran? Warum nicht im weiteren Sinn China oder Russland? Warum schließt man überhaupt die UNO aus?
wahrheitsgemäß 05.09.2014
5. genau das
habe ich vor einigen tagen gesendet und wurde nicht veröffentlicht ich würde auch Japan mit ins boot nehmen wirtschaftlich haben die einen riesigen von Europa und den USA die können sich nicht immer aus allem heraushalten und dann die Profiteure sein auch die Schweiz muss hier helfen Konten sperren und vielleicht sogar Zahler nennen die den Terror unterstützen
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