IS im Irak Tote bei Anschlägen in Bagdad und Ramadi

Im Irak haben Terroranschläge erneut mehrere Menschen getötet. In Bagdad und Ramadi detonierten Autobomben, Polizei und Mediziner beziffern die Zahl der Toten auf insgesamt zwölf.

Autobombe: Anschlag im Stadtteil Amil, Bagdad
REUTERS

Autobombe: Anschlag im Stadtteil Amil, Bagdad


Bagdad - Zwölf Menschen sind am Samstag laut Polizei und medizinischem Personal durch Autobomben im Irak gestorben. In der Hauptstadt Bagdad detonierten demnach zwei Sprengsätze im Bezirk Amil. In einem Fall habe ein Fahrer sein Auto abgestellt, sei zu einem Zigarettenladen gegangen und dann verschwunden. Kurz darauf detonierte laut Polizei die Autobombe.

In der westlich von Bagdad gelegenen Stadt Ramadi kamen fünf Soldaten bei einem Selbstmordanschlag ums Leben. Ein Polizist sagte, die an einem Checkpoint postierten Soldaten seien mit Mörsergranaten angegriffen worden, bevor ein Humvee auf den Checkpoint zugesteuert wurde und explodierte.

Zunächst bekannte sich niemand zu den Anschlägen. In jüngster Vergangenheit wurden derartige Attentate von Kämpfern der Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) verübt, die große Teile des Irak beherrscht. Anhänger des IS sind zumeist sunnitische Muslime. Ihr Kampf richtet sich auch gegen schiitische Muslime, die sie ebenso wie Christen und Anhänger anderer Religionen als Ungläubige betrachten. Der Bagdader Bezirk Amil ist ein überwiegend von Schiiten bewohnter Stadtteil.

fdi/Reuters/dpa



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