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Terrorangst in Malaysia: Ermittler nehmen sieben mutmaßliche IS-Anhänger fest

Munition und Propagandamaterial des "Islamischen Staats" fanden Ermittler bei sieben Terrorverdächtigen in Malaysia. Die mutmaßlichen Islamisten sollen Angriffe vorbereitet haben.

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AP/dpa

Polizisten in Malaysia: Terrorangst wächst in Südostasien

In Malaysia sind sieben Extremisten festgenommen worden, die laut Polizeiangaben Terroranschläge geplant haben sollen. Bei den Männern zwischen 26 und 50 Jahren seien Munition und Propagandamaterial der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gefunden worden, berichtete der Chef der Antiterror-Polizei Ayob Khan.

"Wir gehen stark davon aus, dass die festgenommenen Extremisten Anschläge auf strategische Ziele im Land geplant hatten", sagte Khan. Das mehrheitlich muslimische Malaysia in Südostasien hat bislang keine größeren Terroranschläge erlebt. In Malaysia haben sich nach Schätzungen mehr als 200 Einwohner der Terrormiliz angeschlossen.

Im Nachbarland Indonesien hatten militante Kämpfer bereits zugeschlagen. Bei einem islamistisch motivierten Attentat in der indonesischen Hauptstadt Jakarta waren am 14. Januar sieben Menschen getötet worden. Zu der Tat hatte sich der IS bekannt. In dem Land leben mit die meisten Muslimen weltweit.

Malaysia hatte im vergangen Frühjahr umstrittene Anti-Terror-Maßnahmen beschlossen. Seither ist es erlaubt, Terrorverdächtige ohne Anklage zu inhaftieren. Opposition und Menschenrechtsaktivisten kritisierten die weitreichenden Befugnisse für die Sicherheitsbehörden scharf. Ziel der Maßnahmen sei es auch, Oppositionelle zu unterdrücken.

cht/dpa

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