Terrorismus FBI warnt vor IS-Attacken in den USA

Gefahr für US-Soldaten in der Heimat: Die Bundespolizei FBI warnt das Militär vor Anschlägen durch Sympathisanten der Terrormiliz "Islamischer Staat". Kurz zuvor hatten die USA ihre Luftangriffe gegen die Dschihadisten ausgeweitet.

IS-Kämpfer in Syrien: Gefahr für US-Soldaten
AP/ Militant Website

IS-Kämpfer in Syrien: Gefahr für US-Soldaten


Washington - Die Bundespolizei FBI hat das US-Militär vor möglichen Attacken der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) auf amerikanischem Boden gewarnt. Ein entsprechendes Bulletin sei mit Blick auf die Feiertagssaison veröffentlicht worden. Viele Militärangehörige seien in dieser Zeit leicht erkennbar an ihren Uniformen auf Reisen, berichtete CNN am Montag. Der Sender bezog sich dabei auf Angaben eines Terrorabwehr-Beamten.

Demnach sucht der IS nach "gleichgesinnten Individuen in den USA, um die Attacken auszuführen". Offenbar durchsuchen IS-Angehörige gezielt Twitter, Facebook und vergleichbare Netzwerke. Als Anhaltspunkte dienten dabei Mitteilungen in den sozialen Medien, in denen Unterstützung für die Gruppe geäußert würde.

In dem Bulletin werden die US-Soldaten laut CNN dazu aufgerufen, ihre Kommunikation zu überprüfen. Dabei gehe es um Mitteilungen, die "die die Aufmerksamkeit gewalttätiger Extremisten auf sich ziehen könnten".

Luftangriffe auf Rakka und Kobane

Die US-geführte Koalition gegen den IS hat in den vergangenen Tagen erneut zahlreiche Luftangriffe in und um die syrischen Städte Rakka und Kobane geflogen. Vom 28. November bis zum 1. Dezember seien insgesamt 27 Ziele der Dschihadisten in Syrien attackiert worden, teilte das für die US-Einsätze im Nahen Osten zuständige Militärkommando Centcom am Montag mit.

In Rakka, das die Dschihadisten zur Hauptstadt ihres sogenannten Kalifats gemacht haben, wurden demnach ein Panzer, 14 Fahrzeuge und ein "Standort zur elektronischen Kriegsführung" zerstört. In Kobane seien mehrere Stellungen, Panzer und Fahrzeuge der Dschihadisten getroffen worden. In der Grenzstadt nahe der Türkei stemmen sich kurdische Kämpfer gegen den Vormarsch der IS-Miliz.

Ein weiterer US-Angriff nahe Aleppo habe der mit dem Qaida-Netzwerk verbundenen Chorasan-Gruppe gegolten. Auch im Irak hätten Drohnen und Kampfjets 28 Ziele der Dschihadisten angegriffen.

Die IS-Miliz eroberte im Zuge des Bürgerkriegs in Syrien weite Regionen des Landes und fiel auch in den benachbarten Irak ein. Die Dschihadisten errichteten in den von ihnen kontrollierten Gebieten einen Gottesstaat, das sogenannte Kalifat. Sie wollen eine kompromisslose Auslegung der religiösen Gesetze der Scharia durchsetzen und begehen Gräueltaten an der Zivilbevölkerung.

ler/AFP/dpa



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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
brehn 02.12.2014
1. Sorgen
Ich glaube Terroranschläge sind für heimgekehrte Veteranan in den USA die wirklich geringste Sorge, neben der mangelnden Veteranenversorgung, Problemen mit PTBS, Depressionen, Verarmung usw.
j.vantast 02.12.2014
2. Völlig normal
Die amerikanischen Behörden warnen doch rund um die Uhr vor terroristischen Anschlägen um ihren Überwachungsstaat zu rechtfertigen. Nur gab es bisher nur einen einzigen Anschlag (Boston) und der konnte trotz Überwachung nicht von den Behörden verhindert werden.
demokroete 02.12.2014
3. Die ewigen Warnungen dieser paranoiden
Uebrwachungsfanatiker haben schon einen Bart wie der des Propheten. Nur als es mal richtig gekracht hat, da hatten sie vorher keine Ahnung.
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