Irak Französische Luftwaffe bombardiert Depot der IS-Terroristen

Frankreich hat den bewaffneten Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" begonnen. Die Regierung in Paris teilte mit, dass das Militär einen ersten Angriff gegen die Dschihadisten geflogen habe.

Französische Kampfjets über Irak: Erste Angriffe gegen Dschihadisten geflogen
AFP/ ECPAD/ Jean-Luc Brunet

Französische Kampfjets über Irak: Erste Angriffe gegen Dschihadisten geflogen


Paris - Am Donnerstag gab es die Ankündigung, jetzt hat Frankreich mit den Luftangriffen gegen die Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) begonnen. Das teilte der Elysée-Palast am Freitagmittag in Paris mit.

"Heute morgen um 9.40 Uhr haben unsere Rafale-Jets einen ersten Angriff auf ein Versorgungsdepot der Terroristen geflogen", hieß es in einem Statement. Das Ziel sei erreicht und zerstört worden. Weitere Einsätze sollen in den kommenden Tagen folgen.

Bisher hatte es lediglich Luftschläge der USA gegen IS-Stellungen gegeben. Am Donnerstag hatte Frankreichs Staatspräsident François Hollande seine Unterstützung im Kampf gegen die Dschihadisten bekannt gegeben. Einen Einsatz von Bodentruppen hatte er jedoch ausgeschlossen.

Frankreich will sich zudem nur an Angriffen auf Ziele im Irak beteiligen. "Darüber werden wir nicht hinausgehen", hatte Staatschef Hollande versprochen. Er begründete seine Entscheidung mit einer Bitte der Regierung in Bagdad, die um militärische Unterstützung im Kampf gegen die sunnitischen Extremisten ersucht habe.

US-Präsident Barack Obama hatte zuvor angekündigt, dass seine Truppen auch Angriffe gegen IS-Stellungen in Syrien planten. Dort haben die Terroristen ihren Vormarsch weiter fortgesetzt. Am Donnerstag eroberten sie 16 kurdische Dörfer entlang der Grenze zur Türkei.

bka/AFP/AP

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insgesamt 61 Beiträge
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Seite 1
rwk 19.09.2014
1. Was Hollande....
..hier versucht, ist von seinem katatrophalen, innenpolitischen Versagen abzulenken. Er erhofft sich Auftrieb in seiner Ambition ein grosser Staatsmann zu sein, den er mitnichten ist. Der Absturz der franz. Nation ins untere Mittelmass hat Hollande bereits vollbracht. Seine eigene Präsentation mit: Im Regen stehen und reden + schiefe Kravatte (als Markenzeichen) grenzt ans Lächerliche! Falls Hollande zurücktritt und seine Lachnummer beendet, wäre Frankreich geholfen !
thanks-top-info 19.09.2014
2. jeder darf einmal...
... von seinen Innenpolitischen Problemen ablenken
WolfThieme 19.09.2014
3. Hannemann geht du voran
Ist es nicht schön, wie man sich als Deutscher zurücklehnen kann, wenn andere das Mordgesindel der IS bekämpfen und dafür auch noch beschimpft werden? Immerhin soll in Waren (Müritz) schon das zehnte Gewehr unserer Waffenlieferung an die Kurden eingepackt worden sein. Hau ruck.
skruffi 19.09.2014
4. Monsieur Desastre
"Ich muss mich profilieren, koste es, was es wolle." So könnte man diese Aktion beschreiben. Dass auch unschuldige Menschen bei den Luftan- griffen sterben können, hat ja Afghanistan zuhauf bewiesen. Dass Frankreich, das ja gerade finanziell eine aufblühende Landschaft ist, für die Flugstunde (ohne Raketen) ca. 25000,00 € übrig hat, naja. Aber vielleicht wird ja rein zufällig Assad getroffen, so wie sein Ex-Kollege Gaddafi von den Franzosen und Briten aus dem Amt gebombt wurde (mit den Folgen, die man ja heute sieht). Grundsätzlich ist es aber richtig, dass diese Schlächter der IS vernichtet werden sollen. Ob das mit Luftangriffen gelingt, mag ich sehr be- zweifeln. Und die andere Methode, die "guten" Rebellen erst einmal hochzurüsten, ist ebenso zweifelhaft und kann/wird nach hinten losgehen (s. auch Libyen).
Xangod 19.09.2014
5. Von wo starten die Franzosen?
Haben die einen Flugzeugträger oder sind die im Irak stationiert?
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