Kampf gegen IS Kanada will sich an Luftangriffen beteiligen

Weitere Unterstützung für den Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat": Kanada will sich an den Luftschlägen beteiligen, 600 Soldaten sollen dafür abgestellt werden. Die USA begrüßen die Entscheidung.

Kanadas Premierminister Harper: 600 Soldaten für den Kampf gegen IS
REUTERS

Kanadas Premierminister Harper: 600 Soldaten für den Kampf gegen IS


Ottawa - Das kanadische Parlament hat einem Militäreinsatz im Kampf gegen die Dschihadistengruppe " Islamischer Staat" (IS) zugestimmt. Mit den Stimmen der konservativen Mehrheit billigte das Haus den Plan von Regierungschef Stephen Harper, sich an der US-geführten Koalition zu beteiligen. 157 Abgeordnete stimmten für den Einsatz, 134 dagegen.

Harper hat den Einsatz von Bodentruppen ebenso wie US-Präsident Barack Obama ausgeschlossen. Sein Plan sieht vor, sechs Kampfjets vom Typ F-18 sowie weitere Militärflugzeuge für einen Einsatz im Irak zu entsenden. Rund 600 Soldaten sollen dafür abgestellt werden. Die Mission ist zunächst auf sechs Monate befristet.

Einer Umfrage zufolge unterstützen 64 Prozent der Kanadier eine Beteiligung ihres Landes am Kampf gegen den IS. Die USA begrüßten das Votum für einen "weiteren Beitrag Kanadas gegen den Terrorismus", wie ein Sprecher des Weißen Hauses in Washington erklärte.

An den Luftangriffen der internationalen Koalition sind derzeit Australien, Belgien, Dänemark, Frankreich, die Niederlande und Großbritannien sowie die arabischen Länder Jordanien, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Bahrain beteiligt.

bka/AFP

insgesamt 8 Beiträge
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Thorkh@n 08.10.2014
1. Von wo ...
... starten eigentlich die Kampfjets der Koalition, soweit sie nicht auf Flugzeugträgern stationiert sind? Die Türkei stellt AFAIK keine Flugplätze zur Verfügung. Aus dem Süden des Irak etwa? Aus den Heimatländern der arabischen Teilnehmer?
a__f__d 08.10.2014
2. Leichenfledderer
Wie im 2. Weltkrieg gegen Deutschland.
rainerhohni 08.10.2014
3. Helden
Richtige Helden die US gefuehrte Koalition. Aus sicherer hoehe ein paar Bomben werfen und schon knickt der IS ein. Hat nicht in Deutschland funktioniert nicht in Korea nicht in Vietnam nicht im Irak und wohl auch nicht in Syrien. Als naechsten fallen wohl Allepo und Bagdad spaeter dann Istanbul. Dann hoffen wir mal das wir einen Prinz Eugen haben der sie vor Wien aufhaelt.
LouisWu 08.10.2014
4. Ja, wie nett..
..das wird ja die IS Milizen mindestens ein paar Minuten aufhalten. Anscheinend haben viele Staaten alte Bomben im Bestand, die vor dem Ablaufdatum noch weg müssen. Denn die Dinger kann man nicht ewig lagern. Und die Produzenten der Laserbomben wollen ja auch Nachschub liefern, denn nur von auf Lager liefern kann so eine Firma nicht leben. Bodentruppen? Ich bitte sie. Da wäre - nach anfänglicher Zustimmung - bald ganz schlechte Presse zu erwarten, wenn die ersten Bilder vom Kampfgeschehen die Couchpotatoes zu Hause erreichen. Und dann müßte man auch hinterher lange da bleiben, denn die IS-Hydra hat viele Köpfe und sie wachsen immer wieder nach, Afghanistan läßt grüßen. Nein, wir müssen schon warten, bis die IS auch hier zum Kampf ruft. Denn dann sind wir wenigstens schon vor Ort und müssen nicht erst kommen, um zu bleiben....
p.alefelder 08.10.2014
5. der nächste Winter kommt bald
und dann mit 40 Grad minus. Die armen Flüchtlinge werden verhungern und erfrieren! Die Welt schaut zu! Alle müssen hier sofort eingreifen und nicht jenem die Verantwortung alleine überlassen. Da Deutschland`s Bundeswehr so marode ist, muß die Rüstungsindustrie angekurbelt werden wie in Kriegszeiten, dann funktioniert auch die Herstellung und außerdem muß der Grundwehrdienst wieder eingeführt werden. Dann ist genügend Personal vorhanden und wieder Zivildienstleistende, die in Krankenhäusern eingesetzt werden können. Dies ist wohl mein Wunschdenken liebe Regierung!
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