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05. Mai 2016, 16:56 Uhr

Kämpfer gegen den IS

Abhängen an der Anti-Terror-Front

Die Peschmerga stehen im Norden des Irak in vorderster Linie gegen den "Islamischen Staat". Den Alltag zwischen Alarm und Langeweile hat der spanische Fotograf Manu Brabo eingefangen.

Der spanische Fotograf Manu Brabo hat Kämpfer der irakisch-kurdischen Peschmerga an die Front begleitet. Unterstützt werden sie durch Luftangriffe der internationalen Allianz. Doch am Boden stehen die Peschmerga-Kämpfer bei Mossul allein gegen die Islamisten. Seit 2014 ist die Stadt in der Gewalt der Islamisten.

Brabo hat den Alltag der Kämpfer dokumentiert. Denn auch wenn sie sich in einem oft lebensgefährlichen Einsatz befinden, besteht dieser oft vor allem aus Warten und Langeweile.

50 Kilometer südöstlich der Stadt Mossul haben die Peschmerga eine Verteidigungslinie gegen die Dschihadisten aufgebaut. Unteroffizier Bear der irakisch-kurdischen Peschmerga telefoniert mit seiner Frau. Er hält Wache im Aussichtsturm.

Mit einer Schale schüttet er sich Wasser über den Kopf. Von einer echten Dusche können die Peschmerga-Kämpfer an der Front nur träumen.

Mit Fernsehen vertreibt sich ein Peschmerga-Kämpfer die Zeit des Wartens an der Front.

Die Kämpfer haben Bewegungen bemerkt. Sofort gehen sie auf den Schützengräben in Position und halten Ausschau.

Hazel, ein junger Einwohner aus dem Dorf Nasr, hat sich dem Peschmerga-Stützpunkt genähert. Das Dorf wird vom "Islamischen Staat" kontrolliert. Hazel will fliehen. Nun muss er kniend warten, bis die Peschmerga sich nähern.

Mohammed stammt ebenfalls aus dem Dorf Nasr. Er zeigt seinen Ausweis vor und hofft, dass die Peschmerga ihn weiterziehen lassen.

Mit verbundenen Augen führen die Peschmerga die Geflüchteten ab.

Ein Peschmerga-Sanitäter behandelt die Wunden an den Füßen des geflüchteten Mohammed.

Danach werden die beiden Gefangenen ins Kreuzverhör genommen.

Tag und Nacht halten die Peschmerga Wache. Fast jede Nacht kommen Zivilisten durch die Dunkelheit gestolpert, die in sicherere Teile des Irak flüchten wollen.

Diese Peschmerga-Kämpfer an der Front vor Kirkuk gehören zur Kurdischen Freiheitspartei (PAK): Sie sind iranische Kurden, unterstützen jedoch die irakischen Kurden in ihrem Kampf.

An der Front vergeht die Zeit nur langsam. Mitglieder der iranischen Einheit bei den Peschmerga verkürzen sich den Alltag mit Training.

Dieser Mann spielt mit seinem Hund. Der Kämpfer stammt aus Norwegen und hat sich freiwillig den Peschmerga angeschlossen.

Wieder nähert sich ein Zivilist einem Peschmerga-Stützpunkt. Der alte Mann muss zeigen, dass er keinen Sprengstoff dabei hat.

Sie alle sind aus den vom "Islamischen Staat" kontrollierten Gebieten weggelaufen. Die iranische Einheit der Peschmerga hilft den Geflüchteten.

Am Dienstag griff die IS-Miliz nördlich Mossuls mehrere Kurden-Stellungen an. Es war die größte Offensive der Extremisten seit Monaten, sagte der Generalsekretär der kurdischen Peschmerga-Einheiten, Dschabbar Jawar.

Auch der Chef der Verteidigungskräfte von Ninewe, die an der Seite der Peschmerga kämpfen, sagte, ihre Stellungen seien vom IS im Morgengrauen überrannt worden. Militärkreisen zufolge wurden IS-Angriffe auch aus Gebieten rund 40 Kilometer westlich von Erbil gemeldet, der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan im Irak. Die Islamisten hätten vorübergehend den Ort Tel Askof 20 Kilometer nördlich von Mossul besetzt. Nur durch Hilfe von Luftangriffen der US-geführten Anti-IS-Koalition seien die Angreifer zurückgedrängt worden.

Bisher beteiligt sich die Nato nicht direkt im Syrienkrieg. Das würden die USA gern ändern. Sie fordern von dem Bündnis einen Einsatz der "Awacs"-Aufklärer über dem Krisenland. Doch der Widerstand gegen eine solche Mission ist noch erheblich.

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ras/jul

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