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Pannenreise: Bundeswehrsoldaten und Waffen erreichen Irak

Training in Arbil: Die Bundeswehr will kurdische Kämpfer ausbilden Zur Großansicht
AFP

Training in Arbil: Die Bundeswehr will kurdische Kämpfer ausbilden

Es dauerte länger als geplant, nun sind die Ausbilder der Bundeswehr nach knapp einer Woche in Arbil angekommen. Auch ein Flugzeug mit Waffen ist im Irak gelandet. Verteidigungsministerin von der Leyen verpasste die Ankunft.

Arbil/Potsdam - Nach knapp einer Woche sind die sieben Bundeswehrsoldaten, die am vergangenen Freitag vom Nato-Flugplatz im schleswig-holsteinischen Hohn in Richtung Irak gestartet sind, endlich an ihrem Ziel angekommen. Ihr Flugzeug hatte wegen eines Defekts im bulgarischen Burgas zwischenlanden müssen. Laut Einsatzführungskommando wurde die Transportmaschine erst gegen eine und dann noch einmal gegen eine weitere getauscht. Zeitweise lag keine Einfluggenehmigung von irakischen Behörden vor. Erst die vierte Maschine konnte die Soldaten ans Ziel bringen.

Auch eine Waffenlieferung an die Kurden war wegen technischer Defekte verzögert worden. Das Flugzeug mit 50 Panzerfäusten, 520 Gewehren, 20 Maschinengewehren und Munition der Bundeswehr startete in Leipzig mit 13 Stunden Verspätung. Nach einem Zwischenstopp auf der britischen Basis Akrotiri auf Zypern konnte das Flugzeug am Donnerstagabend in Arbil landen.

Als die beiden Maschinen mit Bundeswehrausbildern und Waffen endlich im Nordirak ankamen, war Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen schon wieder weg. Sie konnte also nicht den deutschen Soldaten bei der Ausbildung der Kurden an deutschen Waffen zusehen.

Die Bundeswehrausbilder sollen nun mit der Übergabe von Waffen und Munition und dem Training der Peschmerga im nordirakischen Kurdengebiet beginnen. Insgesamt sollen rund 10.000 kurdische Kämpfer mit Waffen für 70 Millionen Euro aus Bundeswehrbeständen ausgerüstet werden.

vet/dpa

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insgesamt 35 Beiträge
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1. Ich hätte da
dresdner1966 26.09.2014
mal einen Tip... DHL.. aber auf mich hört ja keiner...
2. Liebe Bundeswehr,
Das Pferd 26.09.2014
meinen Glückwunsch zur erfolgreichen luftgestützten Truppenverschiebung. 7 Mann in 7 Tagen in den Orient, das ist immer schneller als bei den Kreuzzügen.
3. Dass unsere Ministerin den Flieger nicht in Empfang ,,,,
annetteseliger 26.09.2014
nehmen konnte lässt sich mit Photo Shop nachholen. Ich stelle mir das Bild wie folgt vor: Die Landebahn steht unter Panzerbeschuss des I.S. und eigentlich ist es unmöglich zu landen. Aber von der Leyen sagt: "Nichtlanden ist keine Option" und stellt sich mit den Signalfackeln auf die Landebahn und holt ihre Jungs sicher runter. Danach nimmt sie eine Panzerabwehr Rakete Typ Milan und zerstört den Panzer der I.S.. Das wäre doch eine Headline - so wird man Kanzler!
4. schlechte Planung
pförtner 26.09.2014
Das Einsatzfühtungscentrum hat hier wohl versagt.
5. Familienfreundlich
Toleranz&Meinungsfreiheit 26.09.2014
Nun, Hauptsache die vdL ist bei der Eröffnung der nächsten Bundeswehr-Kita dabei.
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