Kampf gegen Terrormiliz IS Iraks Premier verkündet Falludschas Befreiung

Die irakische Armee will die Terrormiliz "Islamischer Staat" aus einer ihrer Hochburgen vertrieben haben. Nur in vereinzelten Vierteln Falludschas wird offenbar noch gekämpft.

Irakische Soldaten in Falludscha
REUTERS

Irakische Soldaten in Falludscha


Der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi hat erklärt, dass die Stadt Falludscha im Westen des Landes sich nicht mehr in der Gewalt der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) befindet. In einer TV-Ansprache bestätigte Abadi, dass irakische Sicherheitskräfte die Stadt bis auf einen kleinen Teil kontrollierten.

Irakische Regierungskräfte waren zuvor ins Zentrum der Stadt eingedrungen. Dort konnten sie offenbar das Hauptregierungsgebäude und das Krankenhaus zurückerobern.

"Wir haben die Befreiung von Falludscha versprochen, und wir haben die Stadt zurückerobert", sagte Abadi in der Fernsehansprache. Er nannte auch das nächste Ziel der Regierungstruppen: die nordirakische IS-Hochburg Mossul. Im Irak gebe es keinen Platz für Daesh, sagte er. Daesh ist die arabische Abkürzung für den IS.

Auch US-Verteidigungsminister Ashton Carter bestätigte laut Agentur Reuters, dass die irakische Armee einen Teil von Falludscha zurückerobert habe. "Es muss aber immer noch gekämpft werden", betonte Carter gleichzeitig. Die US-geführte internationale Koalition unterstützt die Operation gegen den IS mit Luftangriffen.

Der IS hatte Falludscha im Januar 2014 eingenommen und von dort seinen Vormarsch im Irak begonnen. Die Stadt rund 70 Kilometer westlich von Bagdad hat eine hohe strategische Bedeutung, da sie an einer wichtigen Verbindungsroute liegt. Neben Mossul ist sie die wichtigste IS-Hochburg im Irak.

Karte von Irak

Karte von Irak

kry/dpa/Reuters/AFP

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