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Kampf gegen "Islamischen Staat": Kurden drängen Terrormiliz zurück - mit deutschen Raketen

Peschmerga-Kämpfer bei Kobane: Erfolge gegen die IS-Terrormiliz Zur Großansicht
AFP

Peschmerga-Kämpfer bei Kobane: Erfolge gegen die IS-Terrormiliz

Die Kurden haben nach eigenen Angaben Erfolge gegen den "Islamischen Staat" errungen: Im syrischen Kobane eroberten sie Teile der umkämpften Stadt, im Nordirak wehrten Peschmerga-Kämpfer einen Angriff des IS ab - mit deutschen Waffen.

Kirkuk/Kobane - Erstmals seit der Verstärkung durch kurdische Kämpfer aus dem Nordirak haben die Verteidiger im syrischen Kobane im Kampf gegen den "Islamischen Staat" (IS) offenbar wieder Boden gut gemacht haben. Die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) sollen einen wichtigen Versorgungsweg der Terrormiliz im Südosten Kobanes unter ihre Kontrolle gebracht haben, wie ein Sprecher der Kurden sagte. Derzeit lieferten sie sich schwere Gefechte mit den Dschihadisten auf dem strategisch wichtigen Mischtanur-Hügel im Süden der Stadt.

Auch die kurdische Nachrichtenseite Welati berichtet unter Berufung auf eigene Korrespondenten von den Gefechten um Mischtanur. Der zwei Kilometer südlich von Kobane gelegene Hügel war Anfang Oktober von der IS-Miliz überrannt worden. Im Anschluss konnten die Dschihadisten weiter vordringen und weite Teile Kobanes unter Kontrolle bringen.

Vor zwei Wochen waren rund 150 kurdische Peschmerga aus dem Nordirak mit schweren Waffen in der Stadt eingetroffen, um die Verteidiger im Kampf gegen den IS zu unterstützen. Auch die USA und ihre arabischen Verbündeten bombardieren immer wieder Stellungen der Dschihadisten in Kobane und Umgebung.

16.000 deutsche Gewehre und 500 "Milan"-Raketen

Auch im Nordirak haben Kurden offenbar Erfolge gegen den IS errungen - mithilfe deutscher Waffen: Mithilfe von "Milan"-Panzerabwehrraketen der Bundeswehr haben Peschmerga-Kämpfer einen Angriff der Dschihadisten gestoppt. Die IS-Kämpfer hätten am Mittwoch kurdische Stellungen nordwestlich von Kirkuk angegriffen, sagte der Generalsekretär des Peschmerga-Ministeriums, Jabar Jawar.

Der erste Einsatz deutscher Waffen im Kampf gegen den IS sei dies aber nicht gewesen: In den vergangenen Wochen seien bereits mehrfach "Milan"-Raketen zum Einsatz gekommen, unter anderem zur Befreiung der Provinz Summar.

Der kurdischen Armee stehen aus Deutschland unter anderem 16.000 Gewehre und dreißig "Milan"-Startsysteme sowie 500 Raketen zur Verfügung. In der vergangenen Woche hatten die Deutschen nach Angaben des Verteidigungsministeriums ihre Waffenlieferungen beendet.

mxw/dpa

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