Kampf um Sirte Libysche Truppen treiben IS-Miliz weiter zurück

Mit Unterstützung der US-Luftwaffe haben libysche Einheiten den IS inzwischen fast vollständig aus Sirte verdrängt. Bei den Gefechten kamen zahlreiche Kämpfer ums Leben.

Libysche Kämpfer in Sirte
REUTERS

Libysche Kämpfer in Sirte


Libysche Truppen haben die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Sirte weiter in die Defensive gedrängt. Lediglich ein Bezirk befinde sich noch unter Kontrolle der Extremisten, sagte der Sprecher der Einheiten, Rida Issa. Ein zuletzt zurückerobertes Wohnviertel werde derzeit von IS-Kämpfern "gesäubert". Die ehemalige IS-Hochburg Sirte stehe vor dem Fall.

Am Vortag hatte Issa mitgeteilt, etwa 1000 Soldaten seien in die beiden letzten vom IS kontrollieren Stadtteile eingedrungen, die Rede war von der "letzten Schlacht um Sirte".

Bei dem jüngsten Einsatz sind bisher knapp 50 Kämpfer der libyschen Truppen getötet und mehr als 200 verletzt worden. Nach Angaben von Truppen und Ärzten in Sirte gehen die meisten Todesfälle auf Autobomben und Minen der Extremisten zurück. Am Montag gab es nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa zudem einen Selbstmordanschlag des IS in der Stadt. Angaben über getötete Anhänger der Terrormiliz gibt es nicht.

Die Armee der von den Vereinten Nationen unterstützten libyschen Einheitsregierung kämpft seit rund drei Monaten gegen den IS in der Küstenstadt. Seit dem 1. August werden die Soldaten durch US-Luftangriffe unterstützt. Bis zum vergangenen Sonntag haben die USA 92 Attacken geflogen.

Der IS hatte im Juni 2015 die Kontrolle über Sirte übernommen. Knapp ein Jahr später begann die neue Einheitsregierung mit einer Offensive zur Rückeroberung.

aar/Reuters/dpa/AP

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