Syrien Massengrab mit 230 IS-Opfern entdeckt

Im Osten Syriens sind in einem Massengrab die Leichen von 230 IS-Opfern gefunden worden. Es handelt sich um Angehörige des Schaitat-Stammes, die sich gegen die Dschihadisten erhoben hatten.


Beirut/Hamburg - Vor vier Monaten hatten Kämpfer der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) Tausende Angehörige des Schaitat-Stammes im Osten Syriens aus ihren Dörfern vertrieben. Nun durften die Menschen in ihre Heimatorte zurückkehren. Dort machten sie eine schreckliche Entdeckung. In einem Massengrab fanden sie die Leichen von 230 Angehörigen. Das berichtet die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte unter Berufung auf Augenzeugen.

Der Schaitat-Stamm in der syrischen Provinz Deir al-Sor zählt etwa 70.000 Angehörige. Ein Teil von ihnen hatte sich den IS-Kämpfern im August dieses Jahres widersetzt. Die Dschihadisten gingen rücksichtslos gegen die Stammesvertreter vor. Mit der Entdeckung des jüngsten Massengrabs steigt die Zahl der Opfer dieses Massakers auf mehr als 900. Auch der deutsche IS-Scherge Denis Cuspert hatte sich im August an den Verbrechen gegen die Schaitat beteiligt. Viele Angehörige des Stammes wurden enthauptet.

Die örtlichen Stammesvertreter und die Terroristen stritten sich unter anderem um zwei Ölfelder, die in der Provinz Deir al-Sor liegen.

syd/Reuters



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hatschon 18.12.2014
1. Wer denkt da schlecht?
Die haben doch das gemacht was der Westen ? Es so wollte ? Oder nicht ihr Scheinheiligen
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