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"Islamischer Staat": IS-Terroristen sollen Anschlag in der Schweiz geplant haben

IS-Terroristen (im Nahen Osten): Anschlagspläne in der Schweiz? Zur Großansicht
AFP

IS-Terroristen (im Nahen Osten): Anschlagspläne in der Schweiz?

Ist der Terror des "Islamischen Staates" bereits in Europa angekommen? Ermittler haben in der Schweiz einem Bericht zufolge einen Anschlag von IS-Anhängern verhindert. Das beschuldigte Trio sitzt in Haft.

Bern - Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) sollen einen Anschlag in der Schweiz geplant haben. Die drei Iraker seien festgenommen worden und säßen seit März in Gefängnissen im Kanton Bern in Untersuchungshaft, berichtet der Züricher "Tages-Anzeiger". Der entscheidende Hinweis an die Schweizer Behörden sei von einem ausländischen Geheimdienst gekommen. Es wäre der erste islamistische Terrorangriff in der Schweiz gewesen.

Den Verdächtigen wird der Zeitung zufolge vorgeworfen, mit Sprengstoff und giftigen Gasen in verbrecherischer Absicht die öffentliche Sicherheit gefährdet zu haben. Weitere Vorwürfe sind demnach: Mitgliedschaft oder Unterstützung einer kriminellen Organisation, Gewaltdarstellung sowie Pornografie mit Minderjährigen. Die schweizerische Bundesanwaltschaft äußerte sich nicht zu dem Verfahren. Sie bestätigte aber, dass sie etwa 20 Fälle mit Bezug zu radikalem Dschihadismus bearbeite, darunter vier mit Syrien-Bezug.

Terrorgefahr in Australien

Eines dieser Verfahren richtet sich laut "Tages-Anzeiger" gegen die drei Iraker. Demnach liegen den Behörden Hinweise vor, dass das Trio im Ausland Material für die geplante Tat beschaffen wollte. Unklar sei, wie weit die Planungen der mutmaßlichen IS-Dschihadisten ansonsten fortgeschritten waren.

Das Trio wehrt sich dem Bericht zufolge seit März gegen die Inhaftierung, bislang jedoch erfolglos. Die drei Beschuldigten sollen laut dem "Tages-Anzeiger" zwischen 28 und 33 Jahre alt sein. Einer der Männer lebte vor der Verhaftung im Kanton Aargau, ein zweiter in der Nähe von Schaffhausen. Der dritte hat demnach als letzten festen Wohnsitz die syrische Hauptstadt Damaskus angegeben.

Bislang gab es in der westlichen Welt keine Terroranschläge von Anhängern des IS. In Australien gilt seit dem 12. September jedoch erhöhte Terrorgefahr. Zuletzt hatten Polizisten einen mutmaßlichen IS-Sympathisanten erschossen, der Beamte mit einem Messer angegriffen hatte.

mxw/dpa

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