Kampf gegen "Islamischer Staat" Anti-IS-Koalition rückt auf Rakka und Mossul vor

Die US-geführte Koalition gegen den "Islamischen Staat" drängt die Terrormiliz weiter zurück: Kurden und Rebellen sollen sich nun Rakka nähern, der inoffiziellen Hauptstadt der Dschihadisten in Syrien. Die USA kündigen eine Großoffensive im Irak an. Bis Juni soll Mossul zurückerobert sein.

IS-Parade in Rakka: Die Stadt wird von der Terrormiliz als Hauptstadt inszeniert
AP

IS-Parade in Rakka: Die Stadt wird von der Terrormiliz als Hauptstadt inszeniert


Washington - Die syrische Stadt Rakka wird von den Dschihadisten der Terrormiliz "Islamischer Staat" gern als Hauptstadt ihres Schreckensregimes präsentiert. Nun rücken dort offenbar syrische Kurden und Rebellen vor.

Unterstützt von Luftangriffen der US-geführten internationalen Koalition hätten die kurdischen Kämpfer und die Rebellen 19 Ortschaften in der Provinz Rakka eingenommen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Im Januar hatten kurdische Truppen nach vier Monaten erbitterter Kämpfe die Dschihadisten aus der syrischen Grenzstadt Kobane zurückgedrängt. Seither haben Kurden und Alliierte große Teile des Gebiets nördlich der Stadt Aleppo eingenommen und rücken weiter Richtung Osten vor. Laut dem Bericht der Beobachtungsstelle, deren Angaben von unabhängiger Seite nicht überprüft werden können, haben die Aktivisten in Syrien rund 240 Ortschaften zurückerobert.

Unterdessen kündigte das US-Militär an, dass irakische und kurdische Einheiten im April oder Mai eine Offensive auf die Stadt Mossul planen. Die zweitgrößte Stadt des Irak wird seit Monaten von der Terrormiliz beherrscht und ist wegen ihrer Ölraffinerien von strategischer Bedeutung.

An der Offensive sollten bis zu 25.000 Soldaten teilnehmen, sagte ein Sprecher des Oberkommandos Centcom in Florida. Die Kämpfer würden teilweise von US-Militärs trainiert und ausgebildet. Bei ihrem Einsatz sollen sie aus der Luft von US-Soldaten unterstützt werden.

Bis zum Beginn des Fastenmonats Ramadan am 18. Juni soll die Millionenstadt zurückerobert sein.

vet/dpa/AFP/AP/Reuters

insgesamt 8 Beiträge
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erwrom 20.02.2015
1. die problematik des blitzkrieges?
man verliert das eroberte territorium genauso wie man es erobert hat
jhea 20.02.2015
2. Ist jetzt immer
wenn eine seite die andere angreift, das gleich eine 'Großoffensive'? Großoffensiven sind sowas wie Operation Barbarossa, oder Fall Weiß. Aber sicher nicht, wenn 50 Kurden 30 IS kämpfer verkämpfer (von mir aus hängt noch je 2 nullen dran...) Das nennt man dann schlicht Offensive.
Faceoff 20.02.2015
3. Kein Interesse
Wohlgemerkt: Es sind Kurden und andere Rebellen, die den IS in Syrien bekämpfen. Es ist nicht der syrische Erb-Diktator, der lässt den IS immer noch gewähren und bekämpft lieber die Nicht-IS-Rebellen. Man bekommt den Eindruck, Assad habe überhaupt kein Interesse daran, dass der IS aus Syrien verschwindet.
AbuHaifa 20.02.2015
4.
Zitat von FaceoffWohlgemerkt: Es sind Kurden und andere Rebellen, die den IS in Syrien bekämpfen. Es ist nicht der syrische Erb-Diktator, der lässt den IS immer noch gewähren und bekämpft lieber die Nicht-IS-Rebellen. Man bekommt den Eindruck, Assad habe überhaupt kein Interesse daran, dass der IS aus Syrien verschwindet.
Das ist definitiv falsch. Seit Monaten greift die syrische Luftwaffe Rakka an. Sie ist für ihren angeblichen Einsatz von Fassbomben sogar von allen Seiten heftig kritisiert worden. Flugzeuge der syrisschen Luftwaffe und Jets der amerikanischen Allianz wechseln sich bei den Angriffen ab. Die syrische Armee kämpft außerdem im Süden von Rakka, in Deir ez-Zor und Hasake am Boden gegen den Islamischen Staat.
feri-aus-berlin 20.02.2015
5.
spätestens wenn die Kurden das Thema iS beendet haben, dann, so denke ich, sollten sie sich mit internationaler Hilfe ihren Staat auf dem Gebiet verdient haben.
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