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Irak: Kurden drängen Terrormiliz IS weiter zurück

Bundeswehr-Training im Irak: Ein Peschmerga-Kämpfer übt mit G3-Sturmgewehr Zur Großansicht
DPA

Bundeswehr-Training im Irak: Ein Peschmerga-Kämpfer übt mit G3-Sturmgewehr

Die kurdischen Peschmerga-Kämpfer haben nach eigenen Angaben große Teile der Stadt Sindschar zurückerobert. Dutzende Dschihadisten seien geflohen - und von den eigenen Leuten hingerichtet worden, berichten Augenzeugen.

Sindschar-Gebirge - Die Luftangriffe der von den USA angeführten Koalition zeigen offenbar Wirkung: Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) werde immer weiter zurückgedrängt, melden die Kurden. Nachdem die kurdischen Peschmerga-Kämpfer die Dschihadisten vor wenigen Tagen aus den Sindschar-Bergen vertreiben konnten, haben sie nun anscheinend auch große Teile der strategisch wichtigen Stadt Sindschar einnehmen können.

Mit einem Sieg in Sindschar hätten die Kurden die meisten Gebiete zurückerobert, die sie an die Extremisten im Sommer verloren hatten. Es wäre auch ein wichtiger Schachzug für die Zentralregierung in Bagdad, weil so die Verbindung zwischen Syrien und der vom IS beherrschten Stadt Mossul unterbrochen wäre.

"Mit Gottes Hilfe werden wir die Stadt ganz befreien", sagte Kurdenpräsident Massud Barzani am Sonntag bei einem Besuch des Höhenzugs Sindschar in der Nähe der Stadt. "Wir hatten all diese Siege nicht erwartet. Die Peschmerga haben mit der Rückeroberung dieser Region in nur 24 Stunden Geschichte geschrieben."

Die US-Streitkräfte flogen am Sonntag vier Luftangriffe auf IS-Stellungen. Auch Deutschland hat Waffen an die Kurden geliefert.

Die Wut der Dschihadisten richtet sich nun anscheinend auch gegen die eigenen Leute: Der IS soll im nordirakischen Mossul mindestens 45 eigene Kämpfer hingerichtet haben - als Strafe für die Niederlage im Kampf um Sindschar. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Augenzeugen.

Auch im syrischen Rakka sind nach Angaben von Aktivisten mindestens hundert "abtrünnige" Dschihadisten getötet worden. Ihr mutmaßliches Vergehen: Sie hatten genug vom Kampf in den Reihen des IS und wollten aus Rakka fliehen. Eine Sittenpolizei kontrolliere nun vor Ort "die Gesinnung der Kämpfer", heißt es.

vet/dpa/Reuters

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Weltrettung per Terror
Ursprung 22.12.2014
Terrormilizionaere retten also die Welt vor Terror. Wer rettet uns bloss vor den desinformierenden Politkomikern?
2. Übergang
Le Commissaire 22.12.2014
Ich habe nie geglaubt, dass die IS-Banden ein erobertes Gebiet, in dem sie nie heimisch waren, lange werden halten können. Nachdem der erste Mordrausch durchlebt und die Kriegsromantik mit dem Besatzeralltag getauscht hat, werden sich viele der jungen Männer unweigerlich fragen, aus was das Leben denn nun bestehen soll. Sittenpolizei spielen wird mit der Zeit auch langweilig. In rund einem Jahr wird das alles Geschichte sein. Dass die IS-Truppen sich selbst erledigen, werte ich mal als Glücksfall, der uns von einigen menschlichen Zeitbomben befreit.
3. Schneller als gedacht Dank Peschmerga
alyeska 22.12.2014
Gute Nachrichten vom Kampf gegen die IS. Ich habe ihnen drei Jahre gegeben, aber es scheint so als wäre die IS früher am Ende. Gut so!
4.
amed 22.12.2014
Es lebe kurdische Freiheitskämpfer, denn sie kämpfen für eine freie Welt
5. Spannend wie ein Krimi, dieser Krieg
alt_f4 22.12.2014
Wir danken der Den USA und allen partner der Bundesrepubnlik für die Unterstützung und Ausrüstung aller beteiligten Kriegsparteien, Soldaten, Befreiungskriegern, Jihaddisten u Söldnern.
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