Terroristen im Irak IS-Fanatiker verwüsten Mossuls Museen

Der Hass der IS-Dschihadisten macht auch vor unschätzbaren Kunstschätzen keinen Halt. In der irakischen Stadt Mossul haben die Terroristen erst die Bibliothek und nun das Museum gestürmt. Sie hinterließen eine Spur der Verwüstung.

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Den Terroristen genügen wenige Sekunden, um jahrtausendealte Kunstschätze zu zerstören. Mit Vorschlaghämmern vergehen sie sich an Statuen, einen geflügelten Bullen zerschmettern sie mit einem Presslufthammer.

Diese Schätze sind bis zu 3000 Jahre alt. Sie stammen aus assyrischer Zeit, haben unzählige Eroberungen und Kriege überlebt. Nicht aber den Fanatismus der Terrororganisation "Islamischer Staat".

Ein Video, das die Dschihadisten im Internet veröffentlicht haben, zeigt, wie die Islamisten in einem Museum in Mosul wüten. Rücksichtslos zerstören sie unschätzbare Kunst aus vor-islamischer Zeit. Die Assyrer hätten Götzendienst betrieben und mehrere Götter angebetet, doziert ein IS-Terrorist in dem Video. Weil sie damit die Einzigartigkeit Gottes infrage stellten, müssten die Statuen zerstört werden. Er beruft sich auf den Propheten Mohammed, der nach der Eroberung Mekkas ebenfalls die Götzen in der heiligen Stadt zerstört habe.

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Irak: Die Verwüstungen in Mossul

Laut islamischen Überlieferungen ließ der Prophet im Jahr 630 tatsächlich etwa 360 Statuen aus altarabischer Zeit zerstören. Diese wurden damals noch von einigen arabischen Stämmen um Mekka verehrt. Die assyrischen Statuen, die der IS nun in Mossul zerstört hat, sind hingegen Kunstgegenstände, die längst keinen kultischen Charakter mehr haben.

Auf ihren Eroberungszügen in Irak und Syrien, aber auch in Libyen haben die Dschihadisten in den vergangenen Jahren zahlreiche Schreine und Grabmäler zerstört, die ihrer fundamentalistischen Auslegung des Islams widersprachen. Die Salafisten vom IS sehen in der Verehrung von Verstorbenen und Heiligen eine Gotteslästerung. Allein Gott dürfe von den Menschen angebetet werden, so ihr Dogma.

Plünderungen bringen dem IS Millionen Dollar

Zugleich hat der IS mit der Plünderung antiker Grabungsstätten in den vergangenen Jahren nach Schätzungen mehrere Millionen Dollar eingenommen. Unter anderem haben sie die alte griechische Stadt Dura Europos am Euphrat erobert. Auf dem Schwarzmarkt sollen inzwischen zahlreiche Artefakte gehandelt werden, die der IS dort geplündert hatte.

Neben dem Museum von Mossul haben die Dschihadisten in den vergangenen Tagen auch die historische Bibliothek der Stadt gestürmt. Die Schätzungen über das Ausmaß der Zerstörungen gehen auseinander. Erste Augenzeugen sprachen von 8000 verbrannten Büchern, der Leiter der Bibliothek sagte gegenüber der Zeitung "al-Rai", dass möglicherweise mehr als 100.000 Bücher und Manuskripte unwiederbringlich vernichtet wurden - darunter Exemplare, die auf der Raritätenliste der Unesco stehen.

Nach Angaben von Augenzeugen sollen die Dschihadisten die Bibliothek Anfang der Woche gestürmt haben. Anschließend hätten sie die Bücher auf einem großen Haufen gesammelt und angezündet. Studenten der Universität sollen gezwungen worden sein, die Bücherverbrennung mitanzusehen.

Die Zerstörungswut in der Bibliothek mutet noch irrsinniger an als der Hass auf die vor-islamischen Statuen. In der 1921 gegründeten Büchersammlung befanden sich unzählige wertvolle Bücher aus der islamischen Zeit - etwa Manuskripte sunnitischer Theologen aus dem Osmanischen Reich.

Besonders tragisch ist die Verwüstung der Bibliothek, weil sich das Haus gerade erst von den Plünderungen während der US-geführten Irak-Invasion erholt hatte. Auch damals hatten Kriminelle die Sammlung gestürmt und wertvolle Werke gestohlen. Doch weil Bewohner von Mossul vorher einige Manuskripte in ihren Häusern versteckt hatten und andere später Geld spendeten, um Bücher zurückzukaufen, hielt sich der Verlust am Ende in Grenzen.

Von der blinden Zerstörungswut der IS-Dschihadisten werden sich die Museen in Mossul jedoch wohl nie erholen.

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 146 Beiträge
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Seite 1
D_v_T 26.02.2015
1.
Leider ist Zerstören so leicht und uninspiriert. Etwas geschaffen haben diese Gestalten in Ihrem Leben wohl noch nicht.
spon-facebook-10000216344 26.02.2015
2. Es ist überall das gleiche
diese Möchtegernmuslime sind unmenschlich, Kulturlos und völlig ohne Bildung. Sie befinden sich mental auf der Stufe der Jungsteinzeit. Es wird Zeit, diesem Wüten mit massiven Mitteln ein Ende zu Bereiten, sonst gibt es an Geschichte des Islams im Nahen Osten nix mehr zu sehen. Ich kann mir gut vorstellen, was passiert, wenn sich solche Kämfer hier verlustieren, die Berliner Museummsinsel ist voll mit Assyrischen und Babylonischen Kunstwerken.
zinobln 26.02.2015
3. eigentlich ohne Worte aber...
Dummheit und religiöser Fanatismus gehen, wie man an diesen Bildern sehen kann, Hand in Hand. Es sind Gottesfaschisten die sich nicht nur an Menschen sondern auch an Kultur und Kunst vergehen. Sie werden noch in der Hölle schmoren und wir werden uns an diesem Feuer die Hände wärmen. Auch für die s.g. Rückkehrer sollten nicht nur mit einem erhobenen Zeigefinger bestraft werden...NEIN, diese kaputten Typen sollten für immer hinter ganz dicken Mauern verschwinden...oder besser noch von der Erde getilgt werden. Von mir aus im Namen Allahs (ohne Barmherzigkeit) oder sonst einem Gott.
Axel Schön 26.02.2015
4. wer keine Kultur hat...
... der erträgt es offenbar nicht, dass andere eine solche besitzen. Es ist ebenso archaisch wie kindisch. Der kleine Junge im Sandkasten zerstört die wunderschöne kunstvolle Burg des Jungen nebenan. Weil er es nicht erträgt zu so etwas schönem selbst nicht fähig zu sein. Es ist der zerstörerische Neid der Kulturlosen. Wenn es nicht so traurig wäre - es ist so lächerlich! Man muss diese intolerante Brut genauso intolerant vernichten, wie sie alles vernichten, was nicht ihren beschränkten Regeln entspricht. Dieses Krebsgeschwür unserer Zeit gehört ausgemerzt! Auch wenn ich mich hier selbst wundern muss über meine krieghetzerische Sprache diesen Leuten gegenüber - ich war Kriegsdienstverweigerer! In diesem Fall finde ich muss man genauso hart handeln wie damals gegen Hitlers Faschismus. Auf seine Weise ist dies auch ein Faschismus. Ein Religionsfaschismus.
unixv 26.02.2015
5. Hass?
Das ist pure Dummheit! Zeigt wie wichtig Bildung ist!
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