Syrien IS rückt offenbar in zahlreiche Orte ein

Russland hatte den "Islamischen Staat" schon für besiegt erklärt, Frankreich wollte den Kampf bis Februar beenden. Aber die Terrormiliz ist in Syrien weiter aktiv und hat wohl erneut Dörfer eingenommen.

Fahrzeugkonvoi des IS (Archiv)
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Fahrzeugkonvoi des IS (Archiv)


Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat im Nordwesten Syriens zahlreiche Orte unter ihre Kontrolle gebracht. Die Extremisten seien im Norden der Provinz Hama in elf Dörfer eingerückt, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

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Zuvor sei das vom syrischen Qaida-Ableger dominierte Bündnis Tahrir al-Scham aus den Orten abgezogen. Nach Angaben der Menschenrechtsbeobachter konnte der IS damit in der Region seit Oktober mehr als 40 Dörfer einnehmen. Die Angaben der Beobachtungsstelle können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden, haben sich in der Vergangenheit aber oft als zuverlässig erwiesen.

Die Extremisten hatten im vergangenen Jahr den größten Teil ihres früheren Herrschaftsgebietes in Syrien verloren. Die Hochburg Rakka war im Oktober gefallen, auch Deir al-Sor wurde zurückerobert. Syriens Verbündeter Russland erklärte den IS im vergangenen Dezember für besiegt. Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte damals, dass der Kampf gegen den IS bis spätestens Februar gewonnen sein werde. Die Terrormiliz hält jedoch weiterhin einige kleine Gebiete. Der IS ist trotz einer ähnlichen Ideologie mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verfeindet.

aev/dpa



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Emderfriese 09.01.2018
1. 2 simple Fragen
Wo kommen diese "Truppen" denn nun her? Und warum hat sie niemand angegriffen, als die Terroristen ihre Einheiten verlegten?
filimou 09.01.2018
2. Was hat Bush jun.
seinerzeit gesagt? "The job is done" Jetzt hieß es, dass der IS besiegt sei. Vielleicht sollten wir in einigen Jahren nochmal nachfragen.
Arrows 09.01.2018
3. Al Nusra vs IS
Die Unterschiede zwischen dem IS und der sogenannten Rebellen (Al Kaida Ableger) sind nur marginal. Beide wollen einen islamischen Staat gründen. Beide töten Andersgläubige, versklaven Frauen und sind antidemokratisch. Es sind Terroristen, mehr nicht. Warum spricht man in der westlichen Welt von Rebellen?
Grummelchen321 09.01.2018
4. Da
zeigt sich das der IS nicht militärisch zu besiegen ist.Ohne die Gebiete nachhaltig zu sichern und die Infrastrukturen wieder auf zu bauen ,werden die von einem rückständigen Islam verblendeten immer wieder erstarken.Die Männer die kämpfen wollen scheinen offenbar keine Probleme zu haben nach Syrien zu reisen.Also haben die EU Sicherheitsbehörden da wohl versagt.Vor allem werden die alle vermutlich als Teil einer Terrorzelle wieder kommen.Was kann man von einem Autokraten wie Assad schon erwarten.Zu mal es offenbar nicht gelungen ist der Schlange den Kopf abzuschlagen.Der Hass auf andersgläubige wird auch nicht verschwinden.
kleinbürger 09.01.2018
5. syrien
ein solcher kommentar kommt zustande wenn man sich ausschließlich mit trumps geisteszustand beschäftigt, dann verliert man den übersicht über das was sonst noch in der welt passiert. der IS arbeitet in der region mit den truppen assads zusammen die gerade - von spon unbemerkt - dabei sind den östlichen teil des rebellengebietes aufzurollen. der IS nutzt die schwäche der rebellen die jeden mann gegen assad brauchen um sich ein paar unbedeutende dörfer anzueignen. von einer rückkehr des IS kann überhaupt keine rede sein, es sind die trümmer der truppe die im bürgerkriegschaos in syrien eine temporäre nische gefunden hat.
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