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IS-Opfer: Offenbar Massengrab von getöteten Jesidinnen entdeckt

Im Nordirak sind die Leichen von 78 Frauen gefunden worden. Bei den Opfern soll es sich um Jesidinnen handeln, die vom "Islamischen Staat" versklavt und hingerichtet worden sein sollen.

Die Stadt Sindschar im Norden des Irak ist erst am Freitag von Kurdentruppen aus den Händen der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zurückerobert worden. Nun haben die Peschmerga-Kämpfer dort offenbar ein Massengrab entdeckt, meldet die Nachrichtenagentur AFP. Bei den Toten soll es sich um vom IS ermordete Jesidinnen handeln.

In dem Grab seien vermutlich die sterblichen Überreste von 78 Frauen im Alter zwischen 40 und 80 Jahren verscharrt, sagte ein Behördenvertreter. Diese Vermutung stütze sich auf Zeugenaussagen von überlebenden Jesidinnen. Diese seien vom IS versklavt worden und hätten die Hinrichtungen mit ansehen müssen, bevor ihnen die Flucht gelang.

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Fotostrecke: Die Rache der Jesidinnen
Im Sommer vergangenen Jahres waren infolge einer IS-Blitzoffensive im Nordirak Zehntausende Jesiden in die karge Bergregion rings um Sindschar geflohen, wo sie weder Wasser noch Essen hatten. Tausende Männer wurden getötet, Frauen und Kinder entführt und versklavt. Die Angehörigen der kleinen religiösen Minderheit werden von den Dschihadisten als Teufelsanbeter verfolgt.

Das Sindschar-Gebirge im Nordirak: Noch immer werden Teile vom IS kontrolliert Zur Großansicht
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Das Sindschar-Gebirge im Nordirak: Noch immer werden Teile vom IS kontrolliert

Die Kurden hatten ihre Operation "Befreit Sindschar" am Donnerstag gestartet. Zuvor hatten die Peschmerga mit Unterstützung von US-Luftangriffen Nachschubrouten in die Stadt zerstört, um zu verhindern, dass die Dschihadisten Verstärkung erhalten.

Der IS hatte die Region um das Sindschar-Gebirge im August 2014 erobert. Die Stadt Sindschar liegt südlich des Höhenzugs.

vks/AFP

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Finden Sie es nicht wunderschön...
denkdochmal 14.11.2015
so im warmen Zimmer im weichen Sessel und sitzen und Wehrheiten und Weisheiten abzusondern? Wie wäre es beispielsweise, wenn Sie den vorletzen Satz: "Man muss diese "Teufel in Menschengestalt" ausmerzen mit allen Mitteln, so hart das klingen mag." neu formulierten, etwa: Ich werde dort kämpfen um...
2. Ein kurdischer Staat...
decathlone 14.11.2015
... in den kurdischen Gebieten von Syrien, Irak und Türkei könnte dieser Region wohl wieder etwas Stabilität geben. Syrien und Irak sind sowieso schon failed states und die Türkei ist auf dem Weg dahin.
3.
jamguy 14.11.2015
Zitat von decathlone... in den kurdischen Gebieten von Syrien, Irak und Türkei könnte dieser Region wohl wieder etwas Stabilität geben. Syrien und Irak sind sowieso schon failed states und die Türkei ist auf dem Weg dahin.
Auch den Russen müsste es recht sein wenn ein Teil des Syrischen Staates den Kurden zugesprochen würde ,den die konnten mit Syrern klarkommen und eine Grenze würde der Türkei und den Kurden Schutz gewährleisten?
4. wenn es bei uns
backform 14.11.2015
geschehen würde, würde ich kämpfen bis zum bitteren Ende, ich würde nicht Frauen und Kinder im Stich lassen und mich auf den " so langen und harten weg machen" um mich dann in willkommener Atmosphäre der Syrer zu beherbergen. sicher werden sie mich mit teddybären , warmen Essen und Gastfreundschaft überhäufen, Geld und ein warmes zu Hause ist natürlich auch dabei aber dankbar müsste ich natürlich auch nicht sein. schliesslich bin ich ja so weit gereist.
5. Dieses Massebgrab ist ein Grab von vielen.
m.gu 15.11.2015
Jeder, der glaubt, dass der IS weniger Menschen (Andersgläubige, Andersdenkende, Frauen die sich den Gotteskriegern verweigern usw.) in Syrien und im Irak massakriert hat, als das Assad - Regime, der irrt. Die Experten vermuten im Kalifat des Schreckens noch unzählige Massengräber mit 10 000den Getöteten. Einer der vielen Beweise ist nicht nur dieses Massengrab, sondern auch die Zeugenaussagen von hunderten Flüchtlingen aus dem Kalifat des Schreckens. Jedes Dorf, jede Stadt die von diesen Mörderbanden erobert wurde, hat Terror und Gewalt (Hinrichtungen, öffentliche Folterungen bis zum Tod, Vergewaltigungen, Verschleppungen usw.) nach Aussagen der Zeugen erlebt. Wer trägt die Hauptverantwortung für die unzähligen Verbrechen dieser Gotteskrieger? Es sind die Regierungen, die aktiv den IS aufgebaut und bis heute unterstützen. Siehe Quellen: "Roth: Türkei betreibt dreckige Politik," und vor allem "Türkische Unterstützung für ISIS." Natürlich haben auch Saudi Arabien sowie Katar diese Schwerverbrecher des IS aktiv mit Waffen unterstützt. Dass gerade die Türkei nachweisbar den IS aktive Unterstützung gewährt, zeigt die Quelle: "Militärschläge in Syrien und Irak. Die Türkei führt Krieg gegen die Feinde des IS." Wer nachweisbar die Kurden im Kampf gegen den IS erheblich schwächt, verfolgt nur ein Ziel die Stärkung des IS. Die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und dem IS kommt in folgenden Beweisen zum Tragen. Quelle: "Türkei treibt Flüchtlinge in die Arme von IS - Kämpfern vom 14.06.2015." Wer mit Waffengewalt und unter Einsatz von Wasserwerfer,tausende kurdische Flüchtlinge aus Syrien den Schwerverbrechern des IS übergibt, verfolgt nur ein Ziel. Folter und töten durch diese Mörderbanden an Unschuldige. Bilder und Videos von Fotografen der Agentur AFP sind der Beweis für die Unmenschlichkeit seitens des türkischen Militärs. Auch die Quelle: "Hilferuf aus Kobane. Wir werden von allen Seiten beschossen." Am 01.12.2014 wurde von türkischer Seite über das Nadelöhr die Stadt Kobane von IS - Banditen angegriffen. Siehe Beitrag, Videoaufnahmen belegen diesen Angriff. Die Regierungen der NATO Staaten müssen auf Grund der Ereignisse auch in Paris reagieren. Die türkische Regierung muss gezwungen werden, sofort die Kriegsverbrechen gegen die Kurden im gesamten Gebiet, Irak, Syrien und auch Türkei einzustellen. Des weiteren muss die Türkei von den NATO - Partnern gezwungen werden, sofort am Feldzug gegen diese Schwerverbrecher des IS mit zu wirken.
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