Entführte Entwicklungshelferin Tod von IS-Geisel Kayla Mueller ist bestätigt

Die Familie von Kayla Jean Mueller hat traurige Gewissheit: Die von der Terrorgruppe "Islamischer Staat" verschleppte US-Bürgerin ist tot. Präsident Obama versprach, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Kayla Mueller (Foto vom Mai 2013): US-Regierung bestätigt ihren Tod
AP

Kayla Mueller (Foto vom Mai 2013): US-Regierung bestätigt ihren Tod


Washington - Die in Syrien verschleppte Entwicklungshelferin Kayla Jean Mueller ist tot - das haben ihre Familie und US-Präsident Barack Obama bestätigt.

Die Terrororganisation "Islamischer Staat" hatte die US-Amerikanerin vor anderthalb Jahren verschleppt. Am vergangenen Freitag behaupteten die Dschihadisten, Mueller sei bei einem jordanischen Luftangriff auf ein Haus in der IS-Hochburg Rakka ums Leben gekommen. Die Regierung in Amman hatte die Anschuldigung als Propaganda abgetan.

Obama und die Familie der Toten machten keine Angaben dazu, wie die 26-Jährige ums Leben kam. Das Weiße Haus teilte lediglich mit, dass die Entführer der Familie in den vergangenen Tagen eine Botschaft übermittelt hätten, die zusätzliche Informationen enthielt. Danach gebe es keinen Zweifel am Tod der jungen Frau.

Der US-Präsident machte den IS für den Tod verantwortlich: Der "Islamische Staat" sei "eine hasserfüllte und verabscheuungswürdige Terrorgruppe, deren Handeln dem Geist von Menschen wie Kayla diametral entgegensteht", teilte das Weiße Haus mit.

"Wir trösten uns damit, dass die Zukunft nicht denen gehört, die zerstören, sondern der unbändigen Kraft menschlicher Güte, die Kayla Mueller für immer repräsentieren wird", so Obama weiter. Der US-Präsident versprach, die Verantwortlichen für Muellers Tod zur Rechenschaft zu ziehen - "ganz egal wie lange es dauert".

Die Familie der Toten sagte, sie sei untröstlich über den Verlust ihrer Tochter und Schwester. Sie veröffentlichte einen letzten Brief, den die Geisel aus der Gefangenschaft geschickt hatte. Er schließt mit den Worten: "Habt keine Angst um mich, betet weiter, so wie ich es tun werde, und wenn Gott will, werden wir bald wieder zusammen sein."

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syd/Reuters/AP

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