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Omar al-Schischani: USA untersuchen möglichen Tod von IS-Kommandeur

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AP/dpa

Omar al-Schischani

Omar al-Schischani gilt als wichtigster Militärkommandeur des "Islamischen Staats", die USA haben ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt. Nun könnte er bei einem Luftangriff getötet worden sein.

US-Militär und Geheimdienste untersuchen, ob Omar al-Schischani, einer der wichtigsten Anführer der Terrormiliz "Islamischer Staat", bei einem Luftangriff getötet wurde. Das berichten CNN und die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere US-Beamte.

Die US-geführte Koalition gegen den IS soll den Angriff auf den Top-Terroristen am Freitag geflogen haben. Er soll sich nahe der umkämpften syrischen Stadt Schaddadi aufgehalten haben. Schischani ist auch als "der Tschetschene" bekannt.

Die USA haben ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf Schischani ausgesetzt. Der 1986 in Georgien geborene Islamist gilt als wichtigster Militärkommandeur des IS. In seiner Heimat war er in einer militärischen Eliteeinheit.

Anfang 2012 wurde aus Tarkhan Batiraschwili "Omar al-Schischani", also "Omar, der Tschetschene". Den Kampfnamen suchte er sich selbst aus. 2014 wurde er durch ein Video als Militärkommandeur des IS identifiziert. Er soll außerdem Mitglied im Schura-Rat sein, dem nominell höchsten Entscheidungsgremium des IS mit Sitz in Rakka.

Berichte über getötete führende IS-Terroristen gibt es häufiger, sie lassen sich aber nicht unabhängig überprüfen. Erst Ende Oktober hatte die US-Armee den Tod des deutschen IS-Kämpfers Denis Cuspert verkündet. Doch gut einen Monat später veröffentlichte die Terrororganisation ein neues Propagandavideo des Ex-Rappers.

sun/Reuters

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insgesamt 17 Beiträge
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1. war zu vermuten
franz von list 08.03.2016
wenn man sich die Zeit seit des Erstarken des IS und der gegenwärtigen Situation ansieht, kann man annehmen der Zinit des sogennanten IS sei überschritten. Deren Märthyer trifft es nun.Durch den ungebrochenen Waffeneinsatz ist es eigentlich nur logisch, das es deren Prominenz nun vermehrt trifft.Hauptsache die haben nicht die Möglichkeit zu entkommen.Auch wenn wir im Westen im Rechtsstaat sitzen, der Bosnienkonflkt hat es damals schon gezeigt.Wenn Massenmörder und Menscheitsgegner einen Konflikt überleben, ist das die Verhöhnung der Opfer und sie leben ihr Leben weiter. Somit bleibt die Hoffung das es sie trifft.
2. Kann man glauben - oder auch nicht
Theodoro911 09.03.2016
Beunruhigernd finde ich diese Quelle aus der Türkei: Mete Sohtaoğlu ‏@metesohtaoglu 2 Std.Vor 2 Stunden #US #Pentagon wants to restart train and equip program for #Syrian rebels 9 Retweets 6 Gefällt mir Was steckt da dahinter? Warum lässt man von einem NATO Mitglied aus ein fremdes Staatsgebiet beschiessen ohne sofort Sanktionen zu verhängen? Warum melden unser Informationsmedien nichts dazu?
3. Schischani war der Terrorist, der USA im Tschetschenien Kampf gegen Russland einsetzte!
mohsensalakh 09.03.2016
USA nutzt seine eigene Agenten immer wieder für seine terroristische Ziele- Mal kämpfen sie auf Seiten von Al-Qaida gegen Russland, mal auf Seiten von IS. Ansonsten gibt es seitens USA immer wieder Vertuschungen.
4. Kopfgeld
Magentasalex 09.03.2016
Das "zur Strecke bringen" von Bin Laden soll, wenn ich mich recht erinnere, über 10 Millionen Dollar gekostet haben. Ich frage mich, ob dadurch unsere Welt auch nur ein Funken friedlicher geworden ist,- natürlich nicht! Aber woher mag nur der tiefe Glaube der meisten Menschen stammen, es würde sich positiv etwas ändern, wenn man einen Menschen einen Kopf kürzer macht?
5.
lalito 09.03.2016
Zitat von MagentasalexDas "zur Strecke bringen" von Bin Laden soll, wenn ich mich recht erinnere, über 10 Millionen Dollar gekostet haben. Ich frage mich, ob dadurch unsere Welt auch nur ein Funken friedlicher geworden ist,- natürlich nicht! Aber woher mag nur der tiefe Glaube der meisten Menschen stammen, es würde sich positiv etwas ändern, wenn man einen Menschen einen Kopf kürzer macht?
Bin bei Ihnen, nur mit dem Glauben ist so eine Sache. Die Geostrategen überm Teich werden Sie überhäufen können mit Szenarien des "was wäre wenn". So "natürlich nicht!" ist es einfach nicht, genauer: So einfach ist es nicht. Es ist lediglich ein Angebot an alle im täglichen Hamsterrad rotierenden, ein Beruhigungsangebot, nach dem Motto wir kümmern uns . . . Das das kümmern mittlerweile unter rechtlich bedenklichen Umständen durch Liquidation aus der Luft mit entsprechenden Kollateralschäden abläuft, nun ja, zynisch gesagt: Es interessiert nicht, keine Zeit für Details. Die Pille wird eben sehr gern geschluckt. Die Kosten/Nutzenrechnung wird darüber hinaus positiv sein, zu denkbaren Alternativen, sonst gäbe es diesen Drohnenkrieg nicht. Die Drohnenbedrohung in Todenhöfers Buch war m. E. die einzig wirklich beeindruckende Sequenz.
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