Bericht Europol befürchtet neue IS-Anschläge

Nach Angaben der europäischen Polizeibehörde sind weitere Attacken der Terrormiliz "Islamischer Staat" wahrscheinlich: Wegen der Gebietsverluste der Extremisten in Syrien und im Irak steige die Gefahr für Angriffe in Europa.

Europol-Zentrale in Den Haag
AP

Europol-Zentrale in Den Haag


Das Europäische Anti-Terrorismus-Zentrum von Europol hat einen neuen Bericht zur Terrorbedrohung in Europa vorgelegt - und vor Anschlägen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in naher Zukunft gewarnt. Wegen der Gebietsverluste der Extremisten in Syrien und im Irak steige die Gefahr neuer Anschläge in Westeuropa, heißt es in einer zusammenfassenden Mitteilung des 14-Seiten-Berichts.

Nach Einschätzungen von Geheimdiensten könnten bereits mehrere Dutzend potenzielle IS-Terroristen in Europa sein. "Weitere Anschläge in der EU, sowohl von Einzeltätern als auch Gruppen, werden wahrscheinlich in der nahen Zukunft stattfinden", schreibt die europäische Polizeibehörde.

Zudem warnt sie davor, dass die IS-Anhänger ihre Taktiken ändern könnten, um weitere Attacken im Westen auszuführen. So würden in Syrien und im Irak regelmäßig Autobomben und Entführungen eingesetzt - das könne verstärkt auch in Europa drohen.

Frankreich und Belgien sind den Experten zufolge am meisten gefährdet. Aber auch alle anderen EU-Länder, die Teil der US-geführten Anti-IS-Koalition sind, seien mögliche Ziele. Der Bericht soll Europol zufolge den EU-Ländern helfen, sich auf künftige Attacken vorzubereiten.

aar/dpa/AP

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