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"Islamischer Staat": Uno berichtet von Hunderten getöteten Kindern

Irakischer Junge in der Obhut von kurdischen Peschmerga-Kämpfern: Gerettet vor den IS-Milizen Zur Großansicht
DPA

Irakischer Junge in der Obhut von kurdischen Peschmerga-Kämpfern: Gerettet vor den IS-Milizen

Standrechtliche Erschießungen, erzwungene Selbstmordattentate, rekrutierte Jungen: Die Milizen des "Islamischen Staats" gehen auch gegen die Kleinsten vor. Laut Uno wurden allein im Irak 700 Kinder getötet oder verstümmelt.

New York - Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat nach Uno-Angaben Hunderte Kinder im Irak getötet. Bis zu 700 Kinder seien seit Jahresbeginn getötet oder verstümmelt worden. Das sagte die für Kinder in bewaffneten Konflikten zuständige Uno-Gesandte Leila Zerrougui vor dem Uno-Sicherheitsrat.

Wegen der schwierigen Sicherheitslage kämen die Untersuchungen der Uno laut Zerrougui nur langsam voran. Die Verbrechen an Kindern könnten also noch zahlreicher sein, als von der Uno beobachtet.

Die Kinder seien teils standrechtlich erschossen worden, berichtete Zerrougui. Jungen von kaum 13 Jahren müssten Waffen tragen, strategische Orte bewachen und Zivilisten festnehmen. Einige Kinder würden auch als Selbstmordattentäter eingesetzt.

Auch mit der irakischen Regierung verbündeten Milizen warf die Uno-Gesandte vor, im Kampf gegen den IS Kindersoldaten zu rekrutieren. Die irakische Regierung habe zudem zahlreiche Kinder festgenommen, von denen unklar sei, wo sie festgehalten würden.

Der IS ist am 10. Juni über Syrien in den Nordirak vorgedrungen und jagt dort systematisch Andersgläubige. Amnesty International beklagt Vertreibungen historischen Ausmaßes. Fast eine Million Menschen seien geflohen. Auch die Uno hat bereits Gräueltaten angeprangert, unter anderem den Verkauf von Frauen als "Kriegsbeute".

sun/AFP

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Irak: Der Eroberungszug des "Islamischen Staats"

Fläche: 434.128 km²

Bevölkerung: 37,548 Mio.

Hauptstadt: Bagdad

Staatsoberhaupt: Fuad Masum

Regierungschef: Haidar al-Abadi

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