Kommandoaktion im Irak US-Spezialeinheit befreit kurdische IS-Geiseln

US-Soldaten haben gemeinsam mit irakischen und kurdischen Kämpfern ein Gefangenenlager des IS gestürmt. Ein Amerikaner wurde bei dem Einsatz getötet, etwa 70 Menschen wurden aus der Gewalt der Dschihadisten befreit.


Eine US-Spezialeinheit hat in der Nacht zum Donnerstag eine Kommandoaktion im Nordirak durchgeführt. Wie CNN, CBS und die "New York Times" unter Berufung auf Sicherheitskreise in Washington und Bagdad berichten, seien bei dem Einsatz Dutzende Geiseln der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) befreit worden. Mehrere Dschihadisten seien festgenommen worden.

Der Einsatz richtete sich gegen ein Gefangenenlager des IS in der nordirakischen Stadt Hawija. Dort soll die Terrororganisation Dutzende Menschen festgehalten haben, die meisten von ihnen Kurden. Bei der Befreiungsaktion wurde ein US-Soldat getötet. Es ist der erste gefallene G.I. im Irak seit 2011. Das bestätigte das Pentagon wenige Stunden nach dem Vorfall offiziell.

Noch ist allerdings unklar, wie der Soldat ums Leben kam. Den US-angaben zufolge wurde er während des Einsatzes erschossen. Kurdischen Angaben zufolge wurden 20 IS-Kämpfer bei dem Einsatz getötet. US-Offizielle sprachen zuvor von "mehr als zehn". Bei den befreiten Geiseln handle es sich nicht um Kurden. US-Angaben zufolge waren zumindest 20 von ihnen irakische Sicherheitskräfte.

Washington zufolge war es die erste Kommandooperation des US-Militärs gegen den IS im Irak. An der Operation sollen mehrere US-Helikopter beteiligt gewesen, zudem habe die Luftwaffe mit Bombenangriffen mögliche Fluchtwege der Terrormiliz angegriffen.

syd



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insgesamt 137 Beiträge
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schillerfocke 22.10.2015
1. Irgendwie...
...humaner als das, was die russische Luftwaffe gegenwärtig dort im Nahen Osten treibt. Von der hört man vor allem, dass sie Städte bombardiert. Dann doch lieber Gefangene befreien, denen der "Kopf-ab" droht.
Rubyconacer 22.10.2015
2. Endlich tut einer was für
die Kurden. Die hatten wenigstens Mumm, gegen den ISIS zu kämpfen. Erdogan sollte sich was schämen, denen nicht zu danken.
johannes.gebhart 22.10.2015
3. Ich hoffe, das
die Meldung stimmt, zu viele Informationen aus der Richtung sind nicht belegt oder belegbar. Ich persönlich glaube solchen "Berichten" zunächst nicht mehr.
Listkaefer 22.10.2015
4. Wenn das wahr ist, ...
... dann steigen die USA in meiner Achtung. Aber nicht vergessen: Das Chaos im Irak haben sie selbst angerichtet. George Dabbelju Bush war der schlechteste Präsident, den sie je hatten.
salomonh71d 22.10.2015
5. Kurden auch in US-Armee
Ich kann mir vorstellen dass sich Kurden aus den USA freiwillig melden um ihre Volksgruppe und ihren Traum von einer eigenen Nation (aus Gebieten der Türkei, Iran, Irak, Syrien) mit der Waffe erkämpfen. Wer schon einmal die kurdischen und jesidischen Frauen mit der Waffe gegen ISIS erlebt hat, wird sich nicht weiter drücken vor dem Kampf gegen diese ziegenvergewaltigenden Halsabschneider!
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