Abu Bakr al-Bagdadi USA erhöhen Kopfgeld auf IS-Anführer

Wer den Anführer der Terrormiliz "Islamischer Staat" dingfest macht, bekommt 25 Millionen Dollar von den USA. Die haben das Kopfgeld auf Abu Bakr al-Baghdadi jetzt verdoppelt - die Bedrohung durch ihn sei "beträchtlich" gewachsen.

Abu Bakr al-Baghdadi (Archivfoto)
DPA

Abu Bakr al-Baghdadi (Archivfoto)


Die USA haben die Belohnung für die Ergreifung des Anführers der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), Abu Bakr al-Baghdadi, auf 25 Millionen US-Dollar erhöht.

Das US-Außenministerium erklärte am Freitag, die von al-Baghdadi ausgehende Bedrohung sei beträchtlich gewachsen. Er sei für den Tod Tausender Zivilisten im Mittleren Osten verantwortlich, außerdem für die Ermordung zahlreicher ziviler Geiseln aus Japan, Großbritannien und den USA.

Die 2011 ausgesetzte Belohnung lag bei zehn Millionen US-Dollar. Al-Baghdadi führte die irakische al-Qaida an, bevor der IS ins Leben gerufen wurde, fortan nannte er sich Kalif. Vergangenen Monat wurde eine seltene Audio-Botschaft von ihm veröffentlicht, ein Durchhalteappell an die IS-Kämpfer im irakischen Mossul. Ob er sich in der belagerten Stadt aufhält, ist aber unklar.

Im Juni 2014, kurz nach der Eroberung Mossuls durch den IS, hatte al-Baghdadi dort bei einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte das "Kalifat" des IS in Teilen des Irak und Syriens ausgerufen.

Nach irakischen Regierungsangaben wurde al-Baghdadi 1971 in Samara geboren. Einem irakischen Geheimdienstbericht zufolge hat er einen Doktor in Islamstudien und war Professor an der Universität von Tikrit. Offenbar schloss er sich nach der US-Invasion im Irak im Jahr 2003 den Aufständischen an und verbrachte einige Zeit in einem US-Militärgefängnis.

pad/dpa/AFP



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