Nach Raketenbeschuss der Palästinenser Israel bombardiert 25 Ziele im Gazastreifen

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern ist erneut eskaliert. Zunächst wurden aus dem Gazastreifen Dutzende Raketen auf israelisches Gebiet gefeuert, die Armee reagierte mit Bombenangriffen.

Explosion im Gaza-Streifen
AFP

Explosion im Gaza-Streifen


Die Ansage der Armee ist unmissverständlich. Man sei bereit, die "Aktivitäten notfalls zu verstärken". Soll heißen: Weitere Bombenangriffe. Die Gewalt zwischen Palästinensern ist in der Nacht zum Mittwoch erneut eskaliert. Israels Luftwaffe griff nach eigenen Angaben bis zum Morgen 25 Ziele im Gazastreifen an.

Die Bombardements sind eine Reaktion auf den jüngsten Raketenbeschuss aus dem Palästinensergebiet. Vor dort aus seien ebenfalls in der Nacht etwa 45 Geschosse auf israelisches Gebiet abgefeuert worden, teilte die Armee ebenfalls mit. Sieben Projektile seien von der Raketenabwehr Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen worden. Mindestens drei hätten ihr Ziel verfehlt und seien im Gazastreifen selbst eingeschlagen.

Bei den israelischen Luftangriffen seien unter anderem elf Ziele in vier Militäreinrichtungen der im Gazastreifen herrschenden Hamas bombardiert worden. Israel macht die Hamas für alle Angriffe aus dem seit mehr als zehn Jahren blockierten Küstenstreifen am Mittelmeer verantwortlich.

Die Lage im und am Gazastreifen hatte sich zuletzt wieder verschärft. Seit Ende März sind bei Massenprotesten und Auseinandersetzungen an der Gaza-Grenze nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza 130 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet und Tausende verletzt worden.

Die Palästinenser fordern ein Ende der israelischen Blockade, die von Ägypten mitgetragen wird. Außerdem pochen sie auf eine Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge in israelisches Staatsgebiet, was Israel jedoch ablehnt.

kev/dpa



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