Antisemitismus Israel gedenkt der Opfer des Holocaust

Im ganzen Land heulten zwei Minuten die Sirenen, die Menschen legten die Arbeit nieder: Israel hat der Ermordung von sechs Millionen Juden gedacht.

Gedenken in Jerusalem
ABIR SULTAN/EPA/REX/Shutterstock

Gedenken in Jerusalem


Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat bei einer zentralen Gedenkfeier in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem in Jerusalem die internationale Gemeinschaft kritisiert. "Es gibt viele Fälle, in denen die Welt untätig danebensteht und Völkermord nicht verhindert und Massenmord nicht verhindert", sagte er. "In Kambodscha, in Ruanda, im Sudan und auch in Syrien."

In ganz Israel wurde an diesem Montag der Ermordung von sechs Millionen Juden gedacht. Zwei Minuten heulten am Morgen die Sirenen. Der Verkehr kam zum Stehen, Menschen legten ihre Arbeit nieder und verharrten in stillem Gedenken.

Die Nationalsozialisten hatten während des Zweiten Weltkrieges sechs Millionen Juden ermordet. Seit 1951 erinnert Israel am Holocaust-Gedenktag an die Opfer. Die Vereinten Nationen legten erst 2005 den Internationalen Holocaust-Gedenktag auf den 27. Januar fest. An diesem Tag 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz.

Am Nachmittag wird Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) einen Kranz in Jad Vaschem niederlegen. Der Minister bereist am Montag und Dienstag Israel und die Palästinensergebiete. Altbundespräsident Joachim Gauck nimmt am Abend auf Einladung des israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin an einer Gedenkzeremonie im Norden Israels teil.

als/dpa



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