Nach kurzer Feuerpause Israel greift wieder Ziele im Gazastreifen an

Israels Militär beschießt erneut den Gazastreifen. Nach kurzer Waffenruhe haben Raketen mindestens zwei Ziele zerstört. Premier Netanjahu genehmigte offenbar "harte Schläge".

Start einer Abfangrakete des "Iron Dome"-Systems: Die Hamas beschoss Israel auch während der einseitigen Waffenruhe weiter
AFP

Start einer Abfangrakete des "Iron Dome"-Systems: Die Hamas beschoss Israel auch während der einseitigen Waffenruhe weiter


Tel Aviv - Die von Israel einseitig akzeptierte Feuerpause in Nahost hielt nicht lange: Das israelische Militär hat von Neuem begonnen, den Gazastreifen zu beschießen. Das berichteten Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters.

Eine Armeesprecherin bestätigte der Agentur zufolge, das Militär habe das Feuer als Reaktion auf Angriffe der islamistischen Hamas wieder aufgenommen. "Israelische Truppen attackieren wieder", sagte sie. Zwei Ziele im Gazastreifen seien zerstört worden, hieß es.

Israels Sicherheitskabinett hatte am Morgen einem ägyptischen Vorschlag zu einer Waffenruhe zugestimmt. Die im Gazastreifen herrschende Hamas lehnte die Initiative bislang ab. Militante Palästinenser feuerten seitdem Dutzende Raketen auf Israel ab.

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Gaza-Krieg: Erneute Eskalation in Nahost

Laut einem Bericht der israelischen Zeitung "Haaretz" ging der Befehl an die Armee, auf die Hamas-Angriffe mit Gegenfeuer zu antworten, von Premierminister Benjamin Netanjahu aus. Es seien "harte Schläge gegen Terrorziele in Gaza" genehmigt worden, hieß es unter Berufung auf ranghohe Repräsentanten.

Netanjahu hatte zuvor angekündigt, die Angriffe im Gazastreifen zu verstärken, sollte die radikalislamische Hamas die Waffenruhe nicht einhalten. "Wenn der Raketenbeschuss nicht endet, sind wir darauf vorbereitet, unsere Angriffe fortzusetzen und zu verstärken", sagte Netanjahu in Tel Aviv bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.

kes/dpa/Reuters

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