Jerusalem - Israel erlaubt Gefangenen aus dem Gaza-Streifen wieder, Besuch von Verwandten zu empfangen: 40 Angehörige von 24 Häftlingen hätten den Anfang gemacht, teilte eine Sprecherin des israelischen Strafvollzugs mit. Künftig würden wöchentliche Besuche möglich sein. Im Gegenzug zur Besuchserlaubnis hätten die Palästinenser einen Hungerstreik beendet.
Einige Monate nach der Entführung des israelischen Soldaten Gilad Schalit durch militante Palästinenser 2007 hatte Israel die Besuche für Häftlinge aus dem Gaza-Streifen verboten. Schalit wurde im Oktober vergangenen Jahres im Austausch gegen 1000 palästinensische Häftlinge freigelassen. Die Wiederzulassung von Besuchen ist Teil einer Einigung zur Verbesserung der Haftbedingungen. Um ihre Forderung zu unterstreichen, waren etwa 1600 Palästinenser in den Hungerstreik getreten, den sie erst auf Vermittlung Ägyptens im Mai beendeten. Nicht durchsetzen konnten sich die Häftlinge mit der Forderung, die "administrative Inhaftierung" zu beenden, bei der Terrorverdächtige ohne Gerichtsurteil gefangen sind.
In Jerusalem ist US-Außenministerin Hillary Clinton in der Nacht zum Montag zu einem Kurzbesuch eingetroffen. Bei Gesprächen mit der israelischen Führung wollte sie den Atomstreit mit Iran und den festgefahrenen Friedensprozess in Nahost erörtern, wie der israelische Rundfunk meldete. Auch der jüngste Regimewechsel in Ägypten sei Thema bei Clintons erstem Besuch in Israel seit fast zwei Jahren. Am Nachmittag wolle sie auch den palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fajad treffen.
anr/Reuters/dpa
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