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Gaza-Konflikt: Lufthansa streicht alle Flüge nach Tel Aviv

Lufthansa-Maschine (Symbolbild): Keine Verbindungen mehr nach Tel Aviv Zur Großansicht
DPA

Lufthansa-Maschine (Symbolbild): Keine Verbindungen mehr nach Tel Aviv

Die Angst vor Raketen ist zu groß: Die Lufthansa streicht alle Flüge von und nach Tel Aviv - dem wichtigsten Airport Israels. Zuvor hatte bereits die US-Luftfahrtbehörde alle amerikanischen Verbindungen untersagt.

Washington - Die Lufthansa-Gruppe stellt ihre Flüge nach Tel Aviv für zunächst 36 Stunden ein. Wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte, sind davon die Flüge der Lufthansa, Germanwings, Austrian Airlines und Swiss betroffen. Begründet wurde die Entscheidung mit der "unsicheren Lage" am Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv.

Die Fluglinien des Konzerns führen insgesamt aus Frankfurt, Berlin, München, Zürich und Wien flugplanmäßig - abhängig vom Wochentag - zwischen sieben und zehn Flüge pro Tag nach Tel Aviv durch.

Zuvor hatte schon die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA für 24 Stunden alle Verbindungen zum wichtigsten israelischen Flughafen in Tel Aviv gestrichen. Dies teilte die FAA mit. Am Abend empfahl auch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) den Airlines, den Flughafen in Tel Aviv zu meiden.

Eine ganze Reihe von Fluggesellschaften hatte am frühen Abend ihren Verzicht von Flügen nach und von Tel Aviv verkündet. Den Anfang machte die amerikanische Airline Delta. Der internationale Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv werde "bis auf Weiteres" nicht mehr angeflogen, teilte Delta am Dienstag mit. Auch die Flüge von Tel Aviv nach New York, wo die Fluglinie ein Drehkreuz unterhält, seien gestrichen worden. Grund ist die höchst angespannte Situation durch den Gaza-Konflikt.

Die Gesellschaft musste nach eigenen Angaben am Dienstag eine Boeing 747 mit 290 Menschen an Bord zum Pariser Flughafen Charles de Gaulles umleiten, weil es "Berichte über eine Rakete oder damit verbundene Trümmer" in der Nähe des Ben-Gurion-Flughafens gegeben habe. Später am Abend drehte auch eine Maschine von Turkish Airlines in der Luft um und kehrte zu ihrem Ausgangsflughafen nach Istanbul zurück.

Im Laufe des Tages zogen United und US Airways und American Airlines nach, ebenso die niederländische KLM und Air-France.

Die radikale Hamas-Bewegung feuert seit Wochen aus dem Gazastreifen Raketen auf Ziele in Israel ab. Die israelische Armee reagierte zunächst mit Luftangriffen und startete vergangenen Donnerstag auch eine Bodenoffensive. Bei den Kämpfen wurden bereits mehr als 590 Palästinenser getötet, die israelische Seite beklagte den Tod von 27 Soldaten und zwei Zivilisten.

jok/AFP/dpa

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