Bestätigung via Twitter Israels Armee greift iranische Ziele in Syrien an

Das israelische Militär hat offiziell mitgeteilt, mehrere Stellungen in Syrien attackiert zu haben. Die Aktion war demnach gegen die iranische Quds-Brigade gerichtet.

Syrische Luftabwehr fängt israelische Raketen bei Damaskus ab
YOUSSEF BADAWI/EPA-EFE/REX

Syrische Luftabwehr fängt israelische Raketen bei Damaskus ab


Israels Armee hat in einem seltenen Schritt Angriffe auf iranische Ziele im benachbarten Syrien eingeräumt. "Wir haben damit begonnen, Ziele der iranischen Quds-Brigaden zu attackieren", verkündete die Armee in der Nacht zu Montag auf ihrer offiziellen Twitter-Seite. Die Quds-Brigade ist die Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden und wird vor allem im Ausland eingesetzt.

"Wir warnen das syrische Militär vor dem Versuch, israelische Streitkräfte oder israelisches Staatsgebiet zu schädigen", hieß es weiter in der Twitter-Botschaft. Laut der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana wurde das Luftabwehrsystem des Landes gegen den Beschuss aus Israel eingesetzt.

In den vergangenen Jahren haben israelische Stellen derartige Angriffe in Syrien und Berichte darüber nur sehr selten offen kommentiert. Betont hat Israels Regierung hingegen immer wieder, dass sie keine dauerhafte iranische Militärpräsenz in Syrien tolerieren werde.

Israels Erzfeind Iran ist neben Russland der engste Verbündete der Regierung von Machthaber Baschar al-Assad und unterstützt ihn in dem seit sieben Jahren andauernden innersyrischen Krieg militärisch (mehr darüber, warum Israel und Iran in Syrien kämpfen, erfahren Sie hier).

Die syrische Hauptstadt Damaskus war am Sonntag von mehreren Explosionen erschüttert worden. Israelische Kampfjets hatten mindestens fünf Raketen abgefeuert, die Luftabwehr fing nach staatlichen Angaben mehrere Raketen ab. Wenig später veröffentlichte das israelische Militär eine Mitteilung, dass es seinerseits eine Rakete abgefangen habe, die von Syrien in Richtung der nördlichen Golanhöhen abgefeuert worden sei.

aar/dpa/AFP

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