Golanhöhen Israelische Kampfjets fliegen Angriffe in syrischem Grenzgebiet

Kampfflugzeuge haben vier verdächtige Terroristen auf den Golanhöhen getötet. Sie sollen eine Bombe deponiert haben, die israelischen Truppen galt. Zwei in Syrien als Geiseln genommene Schweden kamen unterdessen frei.

Israelischer Soldat an der Grenze zwischen Syrien und Israel (Archiv): Der erste Angriff dieser Art
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Israelischer Soldat an der Grenze zwischen Syrien und Israel (Archiv): Der erste Angriff dieser Art


Bei einem Luftangriff des israelischen Militärs sind in den Golanhöhen im Grenzgebiet zwischen Israel und Syrien vier mutmaßliche Terroristen getötet worden. Die Verdächtigen seien zuvor dabei beobachtet worden, wie sie eine Bombe an einem Grenzzaun deponierten, teilte das israelische Militär mit. Der Zaun liege bereits auf israelischem Gebiet, sagte ein Armeesprecher. Der vereitelte Angriff soll israelischen Truppen gegolten haben, hieß es weiter.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dankte laut einem Bericht der "Times of Israel" den Soldaten für ihr "schnelles und präzises" Eingreifen. Jeder Versuch, das Militär oder israelische Zivilisten anzugreifen, werde entschlossen beantwortet.

In den Golanhöhen ist es seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien immer wieder zu Auseinandersetzungen gekommen. Bei dem geplanten Sprengstoffanschlag soll es sich nach Militärangaben um den ersten Angriff dieser Art in diesem Jahr handeln. Von syrischen Gebiet wurden jedoch mehrmals Raketen auf den von Israel besetzten Teil der Golanhöhen gefeuert. Als Reaktion darauf hatte Israel syrische Stellungen beschossen.

Schwedische Geiseln befreit

Israel und Syrien streiten sich seit fast fünf Jahrzehnten um die Golanhöhen. Israel hatte das rund 1150 Quadratkilometer große syrische Plateau im Sechstagekrieg 1967 größtenteils erobert und Ende 1981 annektiert. Der Großteil wird heute von Rebellengruppen kontrolliert; darunter ist die Al-Nusra-Front, der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al-Qaida. Bewaffnet dürften sich in dem Gebiet lediglich die Soldaten der Uno-Mission Undof aufhalten.

Derweil wurden zwei in Syrien gefangen gehaltene Schweden am Sonntag freigelassen. Die Al-Nusra-Front, ein Verbündeter des Al-Qaida hatte die Männer seit Ende 2013 nahe der jordanischen Grenze in Geiselhaft gehalten.

Bei der Befreiung halfen jordanische und palästinensische Behörden, wie das schwedische Außenministerium am Sonntag mitteilte. Einer der Freigelassenen sagte der Nachrichtenagentur TT, es gehe ihm und der zweiten Geisel den Umständen entsprechend gut. Zu Medienberichten, das Duo habe in Syrien missionieren wollen, wollte sich er sich nicht äußern.

brk/AP/Reuters/dpa

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