Westjordanland Israelische Sicherheitskräfte töten palästinensischen Attentäter

Ein Palästinenser ist im Westjordanland erschossen worden. Er war laut israelischen Angaben an einem tödlichen Anschlag auf einen Rabbiner beteiligt. Zwei Polizisten wurden bei der Auseinandersetzung verletzt.

Israelische Sicherheitskräfte
DPA

Israelische Sicherheitskräfte


Israelische Sicherheitskräfte haben bei einer Schießerei im nördlichen Westjordanland einen bewaffneten Attentäter getötet. Der Palästinenser war an einem tödlichen Anschlag auf einen Rabbiner nahe Nablus vor rund einer Woche beteiligt. Das teilte die israelische Polizei mit. Bei dem aktuellen Schusswechsel in Dschenin wurden zwei Polizisten verletzt, einer davon schwer. Ein weiterer palästinensischer Attentäter wurde festgenommen.

Bei dem Anschlag in der vergangenen Woche hatten Angreifer das Feuer auf ein Auto eröffnet, in dem der 35 Jahre alte Rabbiner unterwegs war. Der Mann erlag auf dem Weg ins Krankenhaus seinen Schussverletzungen. Der Vater von sechs Kindern hatte in der Kleinsiedlung Chavat Gilad gelebt. Der israelische Außenposten liegt im besetzten Westjordanland.

Das palästinensische Gesundheitsministerium bestätigte den Tod des 22 Jahre alten Palästinensers. Sein Vater sei Mitglied des militärischen Arms der radikalislamischen Hamas gewesen. Den Angaben zufolge töteten israelische Soldaten ihn während der zweiten Intifada (Palästinenseraufstand).

Israels Präsident Reuven Rivlin und Ministerpräsident Benjamin Netanyahu dankten den Einsatzkräften. Verteidigungsminister Avigdor Lieberman schrieb auf Twitter: "Für die Terroristen wird es kein Versteck geben. Wir werden die Terroristen überall finden."

Im besetzten Westjordanland leben rund 400.000 Israelis in Siedlungen. Die Uno sieht die Siedlungen als illegal an - und als großes Hindernis auf dem Weg, den Nahostkonflikt beizulegen. In der Gegend rund um Nablus kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen radikalen Siedlern und Palästinensern.

aev/dpa/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.