Vorfall an Grenze zu Ägypten Angreifer beschießen israelisches Armeefahrzeug

Unbekannte Angreifer haben an der Grenze zwischen Ägypten und Israel eine israelische Armeepatrouille angegriffen. Mehrere Soldaten wurden verletzt.


Jerusalem - Israelische Soldaten sind an der Grenze zu Ägypten unter Beschuss geraten. Nach Angaben der Armee sei eine Patrouille an der Grenze zur Sinai-Halbinsel von ägyptischem Gebiet aus beschossen worden. Unter anderem setzten die Angreifer eine Panzerfaust ein. Mindestens zwei Soldaten seien verletzt worden.

Der Vorfall ereignete sich laut Armee in der Region Ramat Negev im Süden Israels. Bislang hat sich niemand zu dem Angriff bekannt.

Der Sinai jenseits der ägyptischen Grenze hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Rückzugsgebiet für dschihadistische Gruppen entwickelt. Besonders die Organisation "Ansar Beit al-Makdis" (Helfer Jerusalems) ist in dem Gebiet aktiv. In der Vergangenheit hat die Gruppe ihre Unterstützung für die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im Irak und in Syrien bekundet.

Doch auch militante Islamistengruppen aus dem Gaza-Streifen wie der Islamische Dschihad haben bereits von Ägypten aus Angriffe auf Israel ausgeführt. Die Grenze zwischen beiden Staaten ist hochgesichert. Israel fürchtet zum einen Terrorangriffe aus Ägypten, zum anderen will das Land Flüchtlinge aus Afrika fernhalten. Im September 2012 wurde ein israelischer Soldat bei Bauarbeiten an der Grenzanlage durch einen Heckenschützen getötet.

syd/Reuters/AFP



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