Westjordanland Israelis erschießen palästinensischen Jugendlichen 

Er soll einen Molotowcocktail bei sich gehabt haben: Nach offiziellen Angaben haben israelische Soldaten einen palästinensischen Jugendlichen im Westjordanland getötet.

Israelische Soldaten am Tatort: Geschossen, um den Angriff zu verhindern
AFP

Israelische Soldaten am Tatort: Geschossen, um den Angriff zu verhindern


Israelische Soldaten haben im südlichen Westjordanland einen Jugendlichen getötet. Eine Armeesprecherin in Tel Aviv sagte, mehrere Palästinenser hätten versucht, Brandflaschen auf einen Militärjeep nahe Hebron zu werfen. Die Soldaten hätten geschossen, um den Angriff zu verhindern. Zudem sei einer der Palästinenser festgenommen worden.

Über das Alter des Toten gibt es unterschiedliche Berichte. Demnach war der Jugendliche entweder 14 oder 17 Jahre alt. Das palästinensische Gesundheitsministerium bestätigte den Tod.

Seit Oktober sind in der Region 27 Israelis und etwa 170 Palästinenser getötet worden. Die meisten der Palästinenser wurden erschossen, als sie Anschläge durchführten, der Rest kam bei Konfrontationen mit israelischen Sicherheitskräften um.

Hintergrund der Gewalt ist die zunehmende Enttäuschung der Palästinenser über den stockenden Friedensprozess und die Ausweitung der jüdischen Siedlungen in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten. Die internationale Staatengemeinschaft hält die jüdischen Siedlungen im annektierten Ostjerusalem und im Westjordanland für illegal.

kev/AFP/dpa/Reuters

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