Grenze zum Gazastreifen Israelische Soldaten erschießen zwei Palästinenser

Die israelische Armee hat auf Palästinenser gefeuert, die offenbar einen Grenzzaun im Gazastreifen überwinden wollten. Zwei Menschen wurden dabei getötet.

Israelische Soldaten (Archiv)
AFP

Israelische Soldaten (Archiv)


An der Grenze zum Gazastreifen hat es erneut einen tödlichen Zwischenfall gegeben: Israelische Soldaten haben zwei Palästinenser erschossen. Die Sicherheitskräfte eröffneten nach Angaben der Armee das Feuer auf drei Palästinenser, die versucht hätten, "in israelisches Gebiet einzudringen und die Sicherheitsinfrastruktur zu sabotieren".

Zwei Palästinenser seien dabei getötet worden, hieß es. Angaben zum Zustand der dritten Person gab es nicht. Das Gesundheitsministerium in Gaza bestätigte den Tod eines 23-jährigen und eines 20-jährigen Palästinensers.

Damit stieg die Zahl der seit Ende März an der Grenze zum Gazastreifen von der israelischen Armee getöteten Palästinenser auf 51. Hunderte weitere Demonstranten wurden bei Protesten verletzt.

Bereits in der Nacht zu Sonntag hatte die israelische Luftwaffe eine Stellung der radikalislamischen Hamas im nördlichen Gazastreifen bombardiert. Der Angriff war nach Angaben eines Armeesprechers eine Reaktion auf Angriffe militanter Palästinenser mit Lenkdrachen auf israelisches Gebiet.

In den vergangenen Wochen waren bei solchen Angriffen mit an Lenkdrachen befestigten Brandsätzen mehrfach Felder im Süden Israels in Brand gesetzt worden, es entstand hoher Sachschaden.

Die Palästinenserproteste an der Grenze des Gazastreifens sollen noch bis Mitte Mai andauern. Israel feiert am 14. Mai den 70. Jahrestag seiner Staatsgründung. Am gleichen Tag soll die US-Botschaft auf Beschluss von US-Präsident Donald Trump von Tel Aviv nach Jerusalem umziehen.

wit/dpa/AFP

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