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Umweltkatastrophe: Israel soll für Ölpest an libanesischer Küste zahlen

Verschmutzter Strand nahe Beirut (Archiv): 850 Millionen Dollar Kompensation Zur Großansicht
AFP

Verschmutzter Strand nahe Beirut (Archiv): 850 Millionen Dollar Kompensation

Beim Libanon-Feldzug 2006 zerstörten israelische Luftangriffe ein Kraftwerk. Tausende Tonnen Erdöl verschmutzten daraufhin die Küste. Israel soll nun nach einem Uno-Beschluss die Kosten für die Umweltkatastrophe tragen.

New York - Nach einem Uno-Entscheid soll Israel den Libanon für eine entstandene Ölkatastrophe nach einem israelischen Luftangriff vor acht Jahren entschädigen. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York stimmte mit großen Mehrheit von 170 zu 6 Stimmen dafür, dass Israel "schnell und angemessen" eine finanzielle Wiedergutmachung leisten soll, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete. Allerdings ist die Resolution nicht bindend - die USA und Israel selbst votierten dagegen.

Rund 15.000 Tonnen Schweröl waren nach Bombardements im Jahr 2006 ins Mittelmeer geflossen, als die israelische Luftwaffe ein Kraftwerk südlich von Beirut attackierte. Die Luftangriffe hatten eine Umweltkatastrophe an der Mittelmeerküste ausgelöst.

Nach Schätzungen wurde ein etwa 150 Kilometer langer Küstenabschnitt im Libanon und Syrien verschmutzt. Der Resolution zufolge soll Israel nun auch "andere direkt betroffene Staaten" entschädigen; Syrien wird dabei jedoch nicht direkt namentlich genannt.

Im Sommer 2006 stand Israels Armee in Kampf mit radikalislamischen Kräften. Ursprünglich wurde der israelische Libanon-Feldzug durch die Entführung zweier israelischer Soldaten von der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah ausgelöst. Israels Luftwaffe nahm daraufhin zahlreiche Infrastruktureinrichtungen ins Visier.

Medienberichten zufolge soll Israel mit einer Kompensationszahlung von mehr als 850 Millionen Dollar (700 Millionen Euro) für die Umweltschäden aufkommen.

daf/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 10 Beiträge
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1.
kuac 20.12.2014
Zitat: ....Israel soll nun nach einem Uno-Beschluss die Kosten für die Umweltkatastrophe tragen..... War die Beweislage so schwierig, dass es 8 Jahre gedauert hat?
2. bloße Meinungsäußerung
nichtpazifist 20.12.2014
Resolutionen der UNO-Vollversammlung zu solchen Angelegenheiten sind keine rechtlich wirksamen "Beschlüsse", sondern lediglich Meinungsäußerungen. Und wenn man bedenkt dass der Großteil derjenigen die da ihre Meinung äußern, Regierungsvertreter von Unrechtsstaaten und Diktaturen sind, muss man auch nicht viel Wert darauf legen... Es wäre schön, wenn der SPIEGEL endlich damit aufhören würde, die UNO zur Weltregierung und die Meinungsäußerungen ihrer Mitglieder zu Gesetzen zu stilisieren - denn das entspricht (zum Glück) nicht den Tatsachen.
3. Israel zerstört, EU zahlt
Manu-40, 20.12.2014
Eine Schande, dass nach acht Jahren die Ölpest in Libanon noch nicht beseitigt wurde, obwohl es bekannt ist, dass die Beseitigung von Israels Angriffschäden durch die EU übernommen wird! 700 Millionen Euros sind sowieso nur peanuts!
4. Umweltschäden an der Küste Libanons.
rolandjulius 20.12.2014
Wenn Israel nicht bezahlen muss, wird es beim nächsten Mal weitere Schäden anrichten, und so geht der Streit endlos weiter.
5. keinesfalls
trevi 20.12.2014
Entgegen der Meinung von "nichtpazifist" darf daran erinnert werden, dass die UNO den Status einer Weltvölkergemeischaft hat und von allen Rechtsstaaten entsprechend gewürdigt wird. Wer das anders sieht, weil es ihm "gerade nicht in den Kram passt" stellt sich neben Unrechtsstaaten wie Nordkorea usw.
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