Angriff aus Syrien Israelischer Jugendlicher auf den Golanhöhen getötet

Der Bürgerkrieg in Syrien hat erstmals ein Todesopfer auf israelischer Seite gefordert. Unbekannte feuerten von syrischem Gebiet aus auf die Golanhöhen, ein 14-jähriger Junge wurde getötet. Israels Armee erwiderte das Feuer.

Israelische Soldaten auf dem Golan: Erster tödlicher Zwischenfall seit Jahren
AFP

Israelische Soldaten auf dem Golan: Erster tödlicher Zwischenfall seit Jahren


Jerusalem - An der Grenze zwischen Israel und Syrien hat sich der schwerste Zwischenfall seit Jahren ereignet. Ein israelisches Auto ist am Sonntag von Syrien aus beschossen worden. Bei dem Anschlag auf den Golanhöhen wurde ein 14 Jahre alter Junge getötet, sein Vater und vier weitere Männer wurden verletzt.

Das spätere Todesopfer hatte offenbar seinen Vater zu Instandsetzungsarbeiten am Grenzzaun begleitet. Das Fahrzeug, in dem die Arbeiter und der Junge saßen, sei gezielt von syrischer Seite beschossen und direkt getroffen worden, teilte das israelische Verteidigungsministerium mit.

Der Vorfall ereignete sich im Gebiet Tel Hazeka, nahe des Grenzübergangs Kunaitra. Das Gebiet auf syrischer Seite wird von Rebellen kontrolliert, derzeit sei jedoch noch unklar, wer die Schüsse abgegeben habe. Ebenso sei bislang nicht geklärt, mit welcher Waffenart geschossen wurde. "Es gibt ein Loch im Zaun, das auf ein Projektil hindeutet", sagte Militärsprecher Peter Lerner. Die israelische Armee feuerte als Reaktion mit Panzern auf das Nachbarland. Israel hatte zuvor erklärt, es mache das Assad-Regime für alle Angriffe von syrischem Gebiet aus verantwortlich.

In den vergangenen Monaten wurden die Golanhöhen, die Israel 1967 von Syrien eroberte und seither völkerrechtswidrig besetzt hält, mehrfach von syrischer Seite aus beschossen. Im März reagierte die israelische Luftwaffe mit Vergeltungsschlägen auf Einrichtungen der syrischen Armee. Bis zum Sonntag war bei den Angriffen aus Syrien jedoch kein Israeli getötet worden.

syd/AP/Reuters



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