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Terrorangst in Israel: Fahrerin weigert sich, Araber aus Bus zu werfen

Skyline von Tel Aviv: Die Busgesellschaft stellt sich hinter ihre Fahrerin Zur Großansicht
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Skyline von Tel Aviv: Die Busgesellschaft stellt sich hinter ihre Fahrerin

Eine israelische Busfahrerin zeigt Zivilcourage: Sie weigert sich, einen arabischen Passagier aus dem Bus zu werfen. Jüdische Passagiere sahen ein Sicherheitsrisiko.

Eine Busfahrerin aus Israel hat sich den massiven Forderungen jüdischer Passagiere widersetzt, einen arabisch sprechenden Fahrgast zum Aussteigen zu zwingen.

Der Linienbus sei am Dienstag im Großraum Tel Aviv unterwegs gewesen, berichteten israelische Medien. Ein älterer Fahrgast habe auf Arabisch vor sich hin gemurmelt. Einige Mitfahrer hätten Angst gehabt, es könne sich um einen Terroristen handeln, hieß es. Die 54-jährige Busfahrerin habe Passagieren, die seine sofortige Entfernung aus dem Bus forderten, geantwortet: "Ich bin mir der gegenwärtigen Sicherheitslage bewusst, aber alles hat seine Grenzen."

Busfirma unterstützt Fahrerin

Die Fahrerin habe den Bus kurz geparkt und mit dem älteren Mann gesprochen. "Er hat sich einfach krank gefühlt und ganz bestimmt niemanden gefährdet." Den anderen Passagieren bot sie an, selbst auszusteigen, falls sie Angst haben sollten.

"In unserer Firma machen wir keinen Unterschied zwischen Juden und Arabern", sagte sie. Zu Hause habe sie gelernt, "jeden Menschen zu respektieren". Eine Mitarbeiterin der Tel Aviver Stadtverwaltung, die den Vorfall miterlebte, lobte das menschliche Verhalten der Fahrerin bei Facebook, ihr Eintrag wurde mehrere tausend Mal mit "gefällt mir" markiert. Auch die Busfirma Dan teilte mit, sie sei stolz auf ihre Mitarbeiterin.

Das Verhalten der Busfahrerin stand in starkem Kontrast zu einem Vorfall in einem griechischen Flugzeug. Dort hatten am Sonntag zwei arabische Passagiere nach starkem Druck jüdischer Mitreisender die Maschine verlassen. Die israelischen Passagiere sahen ihre Sicherheit gefährdet.

Die israelische Knesset-Abgeordnete Michal Rozin von der Meretz-Partei hatte nach dem Vorfall die Politik von Benjamin Netanyahu für den Vorfall mitverantwortlich gemacht. Sie würde Ängste und Hass schüren, sagte sie.

brt/dpa

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Knackpunkte der Nahost-Gespräche
Sicherheit
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Israel betont, es werde keinen Palästinenserstaat geben, solange die Sicherheit des jüdischen Staates nicht garantiert sei. Obwohl es in den vergangenen Jahren kaum noch Selbstmordanschläge palästinensischer Terroristen gibt, fühlen sich die Israelis bedroht.

Die israelischen Grenzstädte werden immer wieder von Raketen der radikalislamischen Hamas beschossen. Schlagen diese Geschosse auf israelischer Seite ein, kommt es regelmäßig zu Vergeltungsschlägen auf palästinensischem Gebiet. Die Palästinenser machen ihrerseits Angriffe durch das israelische Militär geltend.

Flüchtlinge
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Als Folge der Kriege 1948/49 und 1967 gibt es in den palästinensischen Gebieten und Israels Nachbarländern 4,8 Millionen registrierte palästinensische Flüchtlinge und ihre Nachkommen.

Die Flüchtlinge beharren auf das Recht, in ihre Heimat im heutigen Israel zurückkehren zu dürfen, Israel verneint dieses Recht und will den Verzicht auf eine Rückkehr in einem Friedensvertrag festschreiben.

Grenzen
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Nach dem Willen der Palästinenser soll ihr Staat die 1967 von Israel besetzten Gebiete Westjordanland, Gaza und Ost-Jerusalem umfassen. Israel beansprucht jedoch Teile dieses Territoriums – entgegen internationalem Recht – für sich. Israel hatte den Gaza-Streifen 2005 zwar geräumt, sein Embargo seit der Machtübernahme der Hamas 2007 aber verschärft.

Israel will zudem an Teilen des Westjordanlands festhalten. Dort gibt es rund 120 jüdische Siedlungen mit etwa 300.000 Israelis. In Ost-Jerusalem leben nach Angaben israelischer Menschenrechtler weitere 200.000. Nach internationalem Recht sind diese Siedlungen auf besetztem palästinensischen Gebiet illegal und müssen geräumt werden.

Jerusalem
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Der künftige Status der Stadt mit heiligen Stätten von Juden, Muslimen und Christen ist besonders umstritten. Israel beharrt auf dem ungeteilten Jerusalem als Hauptstadt. Die Palästinenser beanspruchen den Ostteil als Hauptstadt ihres künftigen Staates. Im Jahr 2000 scheiterte der Nahost-Gipfel an der Jerusalemfrage.
Golan
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Syrien dringt darauf, dass die 1967 besetzten Golanhöhen im Rahmen einer Friedenslösung zurückgegeben werden. Von der 1150 Quadratkilometer großen Hochebene hat Israels Armee einen guten Blick nach Syrien und in den Libanon. Umgekehrt könnten die Syrer vom Golan aus große Teile Israels überwachen. Heute leben in dem Gebiet neben rund 20.000 Syrern auch etwa 20.000 jüdische Einwohner.
Scheba-Farmen
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Das 30 Quadratkilometer kleine Gebiet an der Grenze von Syrien, Libanon und Israel ist seit langem umstritten. Die Vereinten Nationen und die USA sind der Ansicht, dass das Territorium als Teil der Golanhöhen zu Syrien gehört. Der Libanon und Syrien haben ihre Ansprüche bislang nicht eindeutig formuliert und wollen den Grenzdisput nach einem israelischen Rückzug klären.
Wasser
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Schon vor 20 Jahren wurde vor einem drohenden Nahost-Krieg um Wasserquellen gewarnt. Wegen des Bevölkerungswachstums und der oft rücksichtslosen Ausbeutung der Ressourcen werden die Süßwasservorräte immer knapper. Amnesty International wirft Israel vor, Palästinenser bei der Nutzung der gemeinsamen Ressourcen zu benachteiligen, was die Regierung zurückweist. Die Kontrolle des von Israel genutzten Wassers ist auch ein Streitpunkt im Ringen um die künftige israelisch-syrische Grenze auf den Golanhöhen.
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