Nahost-Konflikt Israelische Soldaten erschießen zwei palästinensische Angreifer

Im Westjordanland haben israelische Soldaten erneut Messerangriffe von Palästinensern mit Schüssen gestoppt. Bei der Serie von Angriffen sind seit Anfang Oktober über 120 Menschen getötet worden.

REUTERS

Am Montag hat es gleich zwei Übergriffe gegeben: Südlich von Jerusalem ging ein Palästinenser mit einem Messer auf einen Israeli los, wobei er von Soldaten erschossen wurde. An einer Kreuzung in Gush Etzion im nördlichen Westjordanland hat zudem eine Palästinenserin versucht, einen Offizier zu erstechen, bevor dieser sie auf sie feuerte. Dies teilte die Israelische Armee mit.

Es ist bereits der dritte Vorfall, der sich seit Mitte November an der Kreuzung nahe der Siedlung Einav ereignet hat. Hier wurden bereits drei Israelis und ein Amerikaner ermordet.

Seit Anfang Oktober verzeichnet das Palästinensische Gesundheitsministerium insgesamt über 100 tote Palästinenser. Israel hält dagegen, dass die meisten davon bei ihren eigenen Attacken auf Israelis getötet wurden. Auf israelischer Seite werden rund 20 Tote registriert. Bei den meisten Angriffen versuchten Palästinenser, Israelis zu erstechen, zu erschießen oder mit Autos zu überfahren.

Als ein Auslöser der Gewaltwelle gilt ein Streit um Besuchs- und Gebetsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem, der Muslimen und Juden gleichermaßen heilig ist.

mil/dpa/Reuters



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