Jerusalem - Die israelischen Abgeordneten machen den Weg frei für Neuwahlen. Am Abend sprachen sich in erster Lesung 99 von 120 Mitgliedern der Knesset für die Auflösung des Parlaments aus. Zwei weitere Abstimmungen standen noch aus.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die vorgezogenen Neuwahlen bereits im September angekündigt. Grund dafür ist demnach ein unlösbarer Streit innerhalb der Regierungskoalition über den Staatshaushalt für das Jahr 2013.
Nun sollen die Israelis schon am 22. Februar ein neues Parlament wählen. Beobachter werfen Netanjahu vor, den Termin aus politischem Kalkül gewählt zu haben. Er genießt hohe Popularitätswerte und hat keinen ernsthaften Herausforderer. Bei einem späteren Wahltermin hätte ihm hingegen der erwartete Rückgang des Wirtschaftswachstums schaden können.
Zuletzt hatte Netanjahu nur noch eine Mehrheit von 66 Stimmen im Parlament - nachdem er sich im Streit um eine Wehrdienstreform mehrfach mit verschiedenen Koalitionspartnern überworfen hatte.
usp/dpa
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