Nahost Israels Luftwaffe beschießt Ziele im Gaza-Streifen

Bei einem Angriff des israelischen Militärs auf den Gaza-Streifen sind sechs Palästinenser getötet worden. Israelischen Angaben zufolge handelte es sich um Mitglieder einer militanten Gruppe. Laut palästinensischen Berichten waren drei Zivilisten unter den Opfern.

Trauer: Eine Palästinenserin beklagt den Tod zweier Brüder, die bei dem Luftangriff starben
AFP

Trauer: Eine Palästinenserin beklagt den Tod zweier Brüder, die bei dem Luftangriff starben


Gaza/Tel Aviv - Die Attacke des israelischen Militärs auf Ziele im Gaza-Streifen war eine der folgenreichsten seit Monaten: Sechs Palästinenser wurden bei der Aktion getötet. Zwei weitere Menschen wurden bei den Angriffen am Mittwochabend und Donnerstagmorgen verletzt.

Nach israelischen Angaben handelte es sich bei den Opfern um Mitglieder militanter Palästinensergruppen, die Israel angreifen wollten. Nach palästinensischen Angaben waren drei der Getöteten Zivilisten.

Die israelische Luftwaffe hatte am Mittwoch nach eigenen Angaben zunächst drei Männer getötet, die Raketen auf Israel abfeuern wollten. Dabei seien auch zwei weitere Männer verletzt worden, einer davon schwer, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde in Gaza, Aschraf al-Kedra. Die ultra-religiöse Terrorgruppe der Salafisten im Gaza-Streifen teilte mit, die Opfer seien Mitglieder gewesen.

Das israelische Militär bestätigte den Angriff. Die Männer hätten schon früher Raketen auf israelische Städte abgefeuert. Seit Jahresbeginn sei Israel von mehr als 450 Raketen aus dem Gaza-Streifen getroffen worden.

Bei einem zweiten Angriff am Donnerstag wurden drei weitere Palästinenser getötet. Sie seien im Norden des Gaza-Streifens in der Nähe des Grenzzaunes von einer israelischen Panzergranate getroffen worden, sagten Augenzeugen. Nach ihren Angaben handelte es sich um Zivilisten. Israel warf den Männern vor, sie hätten einen Sprengsatz am Zaun anbringen wollen.

hen/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.