Israels Militäroffensive Peres zweifelt libanesische Opferzahlen an

Nach Angaben der libanesischen Regierung sind durch die israelischen Luftangriffe bereits mindestens 299 Menschen getötet worden. Israel äußert starke Zweifel an den Opferzahlen. Die Informationen seien "absolut unseriös", sagte der stellvertretende Ministerpräsident Peres.


Washington - Das israelische Militär tue alles, um sicherzustellen, dass bei seinen Einsätzen im Libanon "kein Zivilist getroffen und keine zivile Infrastruktur zerstört wird", sagte Schimon Peres dem US-Fernsehsender CNN. Er wies zudem die Kritik des libanesischen Ministerpräsidenten Fouad Siniora zurück, Israel führe eine rücksichtslose Bombenoffensive. "Warum stoppt er nicht die Hisbollah?", fragte Peres. "Israel hat diesen Krieg nicht angefangen."

Peres äußerte Zweifel an den von der libanesischen Regierung genannten Opferzahlen. "Wir halten die Informationen, die aus dem Libanon kommen, für absolut unseriös", sagte Peres. Er selbst nannte keine Zahl.

Der libanesischen Regierung zufolge wurden bei den israelischen Luftangriffen auf Ziele im Libanon seit dem 12. Juli mindestens 299 Menschen getötet. Auf israelische Seite kamen bei Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz 29 Menschen ums Leben.

hen/Reuters



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