Obama-Besuch in Israel: Peres warnt vor Irans Atomprogramm

Schimon Peres und Barack Obama: Freundliche Worte in Jerusalem Zur Großansicht
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Schimon Peres und Barack Obama: Freundliche Worte in Jerusalem

Israels Staatspräsident Peres und US-Präsident Obama haben bei einem Treffen in Jerusalem die Freundschaft der beiden Länder betont. Peres warnte vor dem Nuklearprogramm Irans - eine Aufrüstung Teherans mit Atomwaffen sei die "größte Gefahr".

Jerusalem - Es war eine leidenschaftliche Freundschaftserklärung von US-Präsident Barack Obama, auch wenn das Verhältnis zwischen den USA und Israel schon bessere Zeiten erlebt hat: "Israel wird keinen besseren Freund finden als die Vereinigten Staaten", sagte Obama am Mittwoch nach einem Gespräch mit Staatspräsident Schimon Peres in Jerusalem. Zugleich betonte Obama das Recht der Israelis auf Sicherheit.

Peres warnte bei dem Treffen vor dem Atomprogramm Irans. Eine Aufrüstung Teherans mit Atomwaffen sei die "größte Gefahr". Peres betonte die Notwendigkeit, eine iranische Atombombe zu verhindern. Iran bestreitet das Existenzrecht Israels, Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat in der Vergangenheit immer wieder gegen Israel gehetzt.

Gleichzeitig beschwor Peres am Mittwoch die Vision von "zwei Staaten für zwei Völker" in der Nahost-Region als Friedensregelung mit den Palästinensern. "Es gibt keinen anderen Weg, eine bessere Zukunft zu schaffen."

Peres warnte zudem vor der Gefahr chemischer Waffen in Syrien. Vertreter Israels gehen nach Rundfunkangaben davon aus, dass diese am Dienstag erstmals zum Einsatz kamen. "Wir dürfen es nicht erlauben, dass diese Waffen in die Hände von Terroristen fallen", sagte Israels Präsident.

Der Besuch Obamas im Nahen Osten ist der erste in seiner mehr als vierjährigen Amtszeit. Der US-Präsident besichtigte nach seiner Begrüßung auf dem Flughafen von Tel Aviv zunächst eine Stellung eines von den USA finanzierten Raketenabwehrsystems, dann brach er in einer Staffel von sieben Hubschraubern nach Jerusalem auf.

Am Donnerstag trifft der US-Präsident in Ramallah im Westjordanland Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, mit dem er tags darauf auch die Geburtskirche in Bethlehem besuchen will. Für Donnerstag ist zudem eine Rede Obamas im Kongresszentrum von Jerusalem vor Hunderten junger Israelis geplant. Am Freitag will der US-Präsident nach Jordanien weiterreisen.

hen/dpa

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insgesamt 24 Beiträge
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1.
marthaimschnee 20.03.2013
Macht unheimlich Sinn, jemanden der 100% parteiisch ist, um eine Einschätzung der Lage zu bitten. Das ist ja schon fast so absurd, als würde man Bernd Raffelhüschen zur gesetzlichen Rente befragen. So dermaßen dämlich kann doch niemand sein ... oh, Moment ... Ganz ketzerisch könnte man Peres auch fragen, wo er sich denn das Staatsgebiet Palästinas vorstellt. Doch wohl kaum dort, wo Israel seine Siedlungen hinpflastert. Bleibt also nur irgendwo in der Wüste, möglichst schön weit weg...
2.
ein schelm ... 20.03.2013
Zitat von sysopGleichzeitig beschwor Peres am Mittwoch die Vision von "zwei Staaten für zwei Völker" in der Nahost-Region als Friedensregelung mit den Palästinensern. "Es gibt keinen anderen Weg, eine bessere Zukunft zu schaffen." Israels Präsident Peres warnt vor Irans Atomprogramm - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/israels-praesident-peres-warnt-vor-irans-atomprogramm-a-890050.html)
Elende Heuchler, gerade erst hat man mal wieder das Siedlungsprogramm forciert! Israel: Vizeminister kündigt Ausbau des Siedlungsbaus an - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-vizeminister-kuendigt-ausbau-des-siedlungsbaus-an-a-889481.html) Aber der Papiertiger Obama wird da leider auch nichts ändern. Zweistaatenlösung, dass ich nicht lache! Kann man eigentlich den Friedensnobelpreis zurückfordern? Danke für goar nix Barack!
3.
tomtom69 20.03.2013
Obama, von der AIPAC auf Linie gebracht, im "braunen Salon" Israel`s. Eine weitere Enttäuschung von Obama, der sich, wie die meisten Politiker, als Luftpumpe herauskristallisiert. Meine Güte, war ich naiv zu glauben, dass er außenpolitisch etwas auch nur bewegt. Guantanamo, Palästina, Irak, Iran, Afghanistan, Pakistan - Fehlanzeigen! Vielmehr wird klar, dass auch Obama nur eine Marionette der Geheimdienste und Lobbygruppen ist! Aus mir unerklärlichen Gründen wurde die Diskussion "Ewiges Bündnis" während meines Schreiben nach knapp 1 Stunde geschlossen; daher füge ich es hier ein!
4. Peres warnt zu Recht!
internetwitcher 20.03.2013
Man muss es ganz deutlich sagen: Im Iran streben religiöse Fanatiker nach Atomwaffen. Diese Typen ticken nicht mit der normalen Logik. Die fühlen sich auserwählt nukleare Waffen einzusetzen um andere Lände auszuradieren. Da gibt es kein schlechtes Gewissen oder gar die Angst die eigenen Bevölkerung beim Gegenschlag mit auszulöschen. Und wer das nicht glaubt der denke an den Irak/Iran-Krieg wo Ayatollahs ganz Schulklassen über feindliche Minenfelder laufen ließen, da eine normale Räumung der Minen zu viel Zeit gekostet hätte!
5. Ob der Herr Peres
derandersdenkende 20.03.2013
Zitat von sysopIsraels Staatspräsident Peres und US-Präsident Obama haben bei einem Treffen in Jerusalem die Freundschaft der beiden Länder betont. Peres warnte vor dem Nuklearprogramm Irans - eine Aufrüstung Teherans mit Atomwaffen sei die "größte Gefahr". Israels Präsident Peres warnt vor Irans Atomprogramm - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/israels-praesident-peres-warnt-vor-irans-atomprogramm-a-890050.html)
auch vorm eigenen Nuklearprogramm gewarnt hat, daß bereits jetzt eine riesige Gefahr darstellt, bleib leider ungenannt. Halte-den-Dieb-Artikel lassen völlig außer acht, daß oft eine eigene Bedrohung anderer Verteidigungsreflexe hervorrufen! Sicherheit läßt sich in der Regel nur im gegenseitigen Einvernehmen erzielen und nur höchst selten einseitig.
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Fläche: 22.072 km²

Bevölkerung: 7,837 Mio.

Regierungssitz: Jerusalem

Staatsoberhaupt: Schimon Peres

Regierungschef: Benjamin Netanjahu

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